Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Autor: Jonas Jonasson
Übersetzer: Wibke Kuhn
Veröffentlicht: 2011
Seitenzahl: 416
Verlag: Carl's Books
Serie: Nein
Genre: Roman
Preis: 14,99€
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Zum Cover:
Auf dem Cover sieht man einen Elefanten und einen Kofferanhänger. Als ich es gesehen habe, hat es mich nicht vom Hocker gerissen. Ich fand es ziemlich komisch, es hatte meines Erachtens nach nicht viel mit dem Inhalt des Buches zutun, bis auf den Titel.. Aber jetzt, wo ich das Buch gelesen habe, ergibt das Cover sogar Sinn! :D Etwas was mir nicht gefällt, ist dass egal wie neu das Buch ist, das Cover fühlt sich an (und sieht auch so aus) als wäre es schon 1000 Mal geknickt worden und das Buch durch geschätzte 50 Hände gegangen (oder durch die meiner Mutter.. ihr wollt nicht wissen wie sie mir eines meiner Bücher zurückgegeben hat :D).

Zur Geschichte:
Allan Karlsson wird 100 Jahre alt. Kein Alter, dass von vielen erreicht wird, aber für Allan nicht zu alt um am Tage seines Geburtstag, das Altersheim so schnell und heimlich wie möglich zu verlassen. Natürlich erregt dies aufsehen und kurz nach seinem Verschwinden, wimmelt es nur so vor Polizisten und der Presse. Dies wird durch Allans Verhalten nur noch weiter motiviert. Doch die Polizeisuche konzentriert sich nach einigen Vorfällen nicht nur auf Malmköping, dem Dorf in dem das Altersheim steht, sondern wird bald auf ganz Schweden ausgebreitet.




Meine Meinung:
Es braucht etwas Zeit um in die Geschichte einzusteigen. Die ersten 100 Seiten sind zwar nicht direkt langweilig, aber sie sind schwerfälliger als der Rest des Buches, der wirklich interessant und in den meisten Fällen ziemlich lustig ist. Allans Mundwerk verschafft ihm neben Problemen auch erstaunlich positive Wendungen in seinem Leben. Der Schreibstil ist nicht übermässig toll, aber keineswegs so schlecht wie manch anderer. Wie gesagt gibt es einige Stellen in denen sich das ganze in die Länge zieht, aber es ist auszuhalten.
Allans Lebensgeschichte, entführt uns zu den wichtigen Ereignissen der 20. Jahrhunderts. Und wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke muss ich sagen dass der Geschichtsunterricht selten so unterhaltsam war. Die Wichtigen Personen, werden nicht als Böse abgestempelt weil sie ihre Ideologie verfolgen, und selbst ein Blutrünstigster fast-Staatschef, wird human dargestellt, etwas was nicht viele Bücher von sich behaupten können. Allans Art zieht mit seiner Art die politischen Angelegenheiten ins lächerliche, und beweist wie schwer die Menschheit es sich macht, obwohl alles doch viel viel einfacher gehen würde. So ist es ihm egal für wen er arbeitet, so lange er genügend Schnaps zur Verfügung hat.


Fazit:
Ein skurriles Buch, welches liebevoll einen Menschen porträtiert, der wenig von Politik wissen will und alles so nimmt wie es kommt, man kann es ja eh nicht ändern. Meiner Meinung nach eine sehr gesunde Lebenseinstellung denn, "es ist wie es ist und es kommt wie es kommt". Daher bekommt das Buch von mir:

 -Henny

1 Kommentar:

  1. Hey,

    irgendwie spinnt das E-Mail-Folge-Gedöns ein bisschen, ich hab eine Mail bekommen mit deinen letzten ~15 Beiträgen. Keine Ahnung was das schon wieder soll, bisher funktionierte das immer...^^

    Ich mochte das Buch total gern und bin froh, dass ich das Buch zwar vorher kannte, aber keine Rezension gelesen habe. Ich wusste also vorher nicht, dass der Humor total schräg ist, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich auch nicht gelesen ;) Den Anfang fand ich auch ein bisschen zäh, aber spätestens als Allan und... Julius (?) mit der Leiche auf der Draisine unterwegs waren, hab ich schneller gelesen :D

    Liebe Grüße,
    Julia

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