Deine Lippen, so kalt von Amy Garvey

Titel: Deine Lippen, so kalt
Autor: Amy Garvey
Übersetzer: Katrin Weingran
Veröffentlicht: 2012
Seitenzahl: 316
Verlag: cbj
Serie: Nein
Genre: Jugendbuch
Preis: 11,99€
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Zum Cover:
Das Cover hat mich überhaupt nicht angesprochen. Ich finde die Hintergrundfarbe zwar schön, aber die Kombination mit den Bildern und deren Farben ist nicht soo toll. Ich finde auch, das Cover hat nicht wirklich viel mit dem Inhalt zutun, aber das muss es auch nicht, solange es schön ist.. was es nicht ist.

Zur Geschichte:
Wren ist 17 und unheimlich glücklich mit ihrem Freund Danny. Doch dieses Glück wird durch einen tödlichen Unfall zerstört und Wren fällt in ein tiefes Loch aus dem sie sich nur retten kann in dem sie Danny wiederbelebt. Denn Wren hat geheime Fähigkeiten die die Frauen ihrer Familie seit vielen Jahren an ihre Töchter vererben. Jedoch ist der "neue" Danny nicht so wie der, der sie für immer verlassen hatte. Er hat keinen Puls, ist kalt und so blass, dass er nicht auf die Strasse gehen kann ohne Aufmerksamkeit zu erregen (was er auch tun würde wenn er nicht so aussehen würde, aber das ist jetzt egal :D). Deshalb lebt er im ersten Stock der Garage einer Nachbarin die so alt ist, dass sie ihren ungebetenen Gast garantiert nicht bemerken wird.
Es kommt wie es kommen muss, die Liebe die Wren einst für Danny, dem lebenden Danny, gespürt hat, schwindet genauso wie seine Wärme es tut. Und dann ist da auch noch der Neue, Gabriel, der ihre Fähigkeiten spüren kann und etwas ahnt.

Meine Meinung:
Die Idee der Geschichte ist gar nicht mal so übel, doch irgendwie war es nicht das was ich mir erhofft habe. Ich habe ziemlich lange gebraucht um in die Geschichte einzusteigen, etwa 100 Seiten, was zwar nicht viel ist, aber wenn man bedenkt, dass das Buch 316 Seiten hat, ist es fast das komplette erste Drittel.
Wren kommt mir ziemlich naiv vor. Sie ist so der Typ, bei dem ich das Gefühl habe, sie wird mit 18 eine der Personen sein, die die Volljährigkeit eigentlich nicht verdient haben. Danny, um den es ja eigentlich in dieser Geschichte geht, kam bis auf ein paar "Wren?" "Wren ich liebe dich" und Wutausbrüche, weil Wren ihm nicht die Wahrheit gesagt hatte, kaum zu Wort. Immer wenn es brenzlig geworden ist und die Geschichte fahrt aufgenommen hat, hat Wren ihn dazu gebracht einzuschlafen. Am Anfang hat sie sich noch unwohl deswegen gefühlt, aber gegen Ende war es ihr ziemlich egal. Er wurde manipuliert wie sie es wollte. Und mal ehrlich, ich wäre glücklich meinen Freund wieder von den Toten auferstehen zu lassen falls ihm was passieren sollte, aber ich würde dann gerne meinen Freund haben und nicht jemanden den ich die ganze Zeit zum schlafen schicken kann wenn er etwas zu sagen hat.
Es werden viele Fragen gestellt, zum Beispiel ist Wrens Vater vor Jahren verschwunden, die aber im Laufe des Buches einfach nicht aufgelöst werden. Es scheint mir als hätte die Autorin vor einen zweiten Band zu schreiben, auch wenn ich mir nicht erklären kann wie das funktionieren soll, denn das Buch dreht sich ja um Danny, nicht um Wren.

Fazit:
Die Geschichte ist schön. Mehr aber auch nicht. Die anfängliche Romantik des wiederbelebten Dannys, den nächtlichen Ausflügen zu ihm, usw. wandelt sich schnell in Passivität und, am schlimmsten, Gleichgültigkeit von Seiten der Protagonisten. Wie ihr wisst, bin ich sehr nah am Wasser gebaut, vor Allem wenn ich die Geschichte des Buches nachvollziehen kann. Aber hier konnte ich noch nicht mal einen Kloss im Hals versuchen runterzuschlucken... Deshalb gibt es von mir:

 -Henny

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