Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman

Titel: Ein Mann namens Ove
Autor: Fredrik Backman
Übersetzer: Stefanie Werner
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 368
Verlag: Fischer Krüger
Serie: Nein
Genre: Roman
Preis: 18,99€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover sehr schön! Man sieht Ove mit einer Katze. Sie beobachten ihre Umgebung. Es reflektiert Persönlichkeiten die auf alles ein Auge haben und jeden noch so kleinen Vorfall mitbekommen.

Zur Geschichte:
Ove ist 59 Jahre alt. Jeden morgen steht er auf, kocht Kaffee und begibt sich dann auf einen Kontrollgang durch das Viertel. Falschparker, Fahrräder die stehen wo sie nicht sollen, Garagentüren usw. werden kontrolliert, aufgeschrieben und dann wird gegen das Vergehen vorgegangen. Ove ist griesgrämig, die Leute mögen ihn nicht besonders. Er kritisiert alles und jeden, und sieht in jeder Person die seinen Weg kreuzt nur Unzuverlässigkeit und Inkompetenz. Und dann zieht im Nachbarhaus auch noch eine Familie ein die aus einem Trottel, einer hochschwangeren Ausländerin und ihren beiden Töchtern besteht und diese nieten mal eben Oves Briefkasten um, beim Versuch einzuparken. Und das obwohl sie im Wohngebiet gar kein Auto fahren dürfen...

Meine Meinung:
Das Buch beginnt und ich muss gestehen ich war kritisch. Ove ist, wie der Klappentext schon sagt, der Nachbar aus der Hölle. Ein Nachbar, den man einfach nicht haben will. Jemand der die Ordnung hütet auf eine übertriebene Art und Weise. Bei jedem Kontrollgang wird alles kontrolliert was nicht Niet und Nagelfest ist und selbst das wird kontrolliert! Er guckt grimmig und egal wie nett die Leute ihn ansprechen, er antwortet herablassend und gibt somit zu verstehen, was er von diesen Japaner-fahrenden Menschen hält. Ove legt viel Wert darauf, dass alles korrekt abläuft, von dem Haken den er in der Mitte des Raumes anbringen möchte, bis zu der Grammatik die er benutzt um andere zu beschimpfen. Er ist ein Mann des Handelns, er hat keinen Tag auf der Arbeit gefehlt und er versteht nicht wie Leute sich auf ihren Ruhestand freuen können. Als er dann eines Tages von seiner Entlassung erfährt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Doch die Entlassung hätte er deutlich besser vertragen, wenn nicht einige Monate vorher seine geliebte Frau gestorben wäre. Er vermisst sie unheimlich, und diese paar Sätze die zwischendurch seine Trauer zeigen haben mich ständig an den Rand der Tränen gebracht.
"Die Menschen sagten er sei ein Mann aus Schwarz und Weiss. Und sie war Farbe. Seine ganze Farbe"
Die Geschichte teilt sich in Gegenwart und Vergangenheit auf. In den Szenen aus der Vergangenheit erfährt man wieso Ove so geworden ist wie er ist. Ich habe nun immer wenn ich eine ältere Person sehe die etwas griesgrämiger ist, das Gefühl nicht über sie urteilen zu dürfen (was man so oder so nicht tun sollte, aber wer hat sich noch nie über ältere Menschen aufgeregt?). Menschen sind Konsequenzen ihrer Erfahrungen, und die wird von dem Buch perfekt wiedergegeben.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Liebe und Trauer. Ove wächst einem richtig ans Herz und die Geschichte bringt einen zum Lachen und zum Weinen. Dieses Buch verdient die volle Punktzahl.
 -Henny

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich bin grad über den Gemeinsam Lesen Beitrag über die Rezi hier gestolpert! Ein sehr wichtiges Thema, das viel zu sehr unterschätzt wird. Das Buch kommt auf jeden Fall auf meine Wunschliste!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hey,

    ich war ja anfangs auch skeptisch, aber die Leseprobe war dann doch nett, sodass ich das Buch auf meine Wunschliste gesetzt habe.

    Deine Rezension bestätigt mich auf jeden Fall darin, dass es dort zu Recht steht.

    Grüße,
    Julia

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