Brüssel: die Stadt mit dem tollen gläsernen Gebäude

Wie schon in dem “Vorstellungspost” erwähnt sind wir morgens um 8:44 in den Thalys nach Brüssel gestiegen um die nächsten zwei Stunden die Welt an uns vorbeiziehen zu sehen. Wir hatten die erste Klasse gebucht weil es erstaunlicherweise günstiger war als die zweite.. Der Waggon war leer und so konnten wir uns in Ruhe auf die anstehende Reise vorbereiten. Wir haben etwas zu frühstücken bekommen, bzw. ein Snack, aber da wir beide nicht gefrühstückt hatten, war das nicht ausreichend. 




Nach etwas unter 2 Stunden sind wir in Bruxelles Midi angekommen. Der Bahnhof sieht aus wie ein Flughafen!! Erst haben wir uns auf die Suche nach Info wie wir zum Flughafen kommen begeben. Als wir diese Info nun hatten, sind wir in die Stadt. Da wir keine Karte hatten, bis auf die die ich mit dem Handy abfotografiert hatte, haben wir uns erst einmal etwas verlaufen, aber sowas ist standard bei uns, also nicht schlimm. Irgendwann haben wir dann doch den richtigen Weg in die Stadt gefunden. An diesem Punkt waren wir so hungrig, dass wir uns schnell in ein Restaurant gerettet haben um nicht noch auf der Stelle umzukippen. Es war nicht so lecker, weshalb ich es hier einfach nicht nennt :D

Danach ging es ans erkunden der Stadt! Wir haben uns während wir im Restaurant sassen eine kleinen Route rausgesucht auf der alle Dinge waren die wir uns angucken wollten. Als erstes sind wir zur Grand Place, einem riesigen Platz (wie der Name schon sagt) von wunderschönen Gebäuden umrandet. Auf diesem Platz befindet sich, neben dem Stadt Museum, auch die Stadthalle. 



Von dort aus sind wir zum berühmt berüchtigten Manekken Pis. Dort war es so voll! Und daneben direkt die ganzen Waffelläden. Ich liebe ja Waffeln, also war es für mich ein grosses Problem dort zu widerstehen. Aber da wir ja unser Geld für die Reise sparen und nicht gleich alles am ersten Tag aus dem Fenster werfen wollten, blieb die Waffel im Waffelladen. :(

Weiter ging es durch die wunderschönen Strassen Brüssels zur St. Michel Kathedrale. Eine schöne Kathedrale aber naja, eine Kathedrale halt, die sehen eh alle irgendwie gleich aus. Also sind wir weiter zum Parc De Bruxelles. Wir sind von der Seite des Palasts der Nation reingegangen um so einmal durch den Park zu gehen um zum Königlichen Palast zu gelangen. Im Parc haben wir uns erst einmal hingesetzt, da wir total fertig vom ganzen Laufen waren. Der Park ist nichts besonderes, aber gemütlich. Es sind mehr ungepflasterte Wege die an den Seiten ein paar Bäume haben als ein Park wie z.B. der Central Park in New York. 

Wir haben also den “Park” durchquert, und standen vor dem Königlichen Palast. Ein echt schöner Palast und so gar nicht streng umzäunt wie z.B. der Buckingham Palast in London. Aber es ist ja auch nicht die Residenz des Königshauses, also ist es selbstverständlich auch nicht so hoch bewacht. 


Vor dort aus sind wir, an Notre-Dame du Salon vorbei, hoch zum Palais de Justice. Von dort oben hat man einen wirklich tollen Ausblick über die Stadt. Das war auch ziemlich nützlich für unsere Orientierung, denn der Teil der Stadt war nicht mehr auf meiner abfotografierten Karte vorhanden, weshalb wir uns wahrscheinlich ohne diese Möglichkeit verlaufen hätten. 

Als wir also das grosse gläserne Gebäude neben dem Bahnhof am Horizont entdeckt hatten, haben wir uns einfach die Richtung gemerkt und sind mit dem Aufzug am Nordwestlichen Ende des Palais de Justice nach unten gefahren. Auf dem Weg nach unten wurden wir über irgendeine Versammlung interviewt, was ja total toll ist wenn man kaum Französisch spricht (und das obwohl wir jeweils 4 und 7 Jahre Französisch in der Schule hatten…). Wir haben also nur gegrinst und sobald die Tür geöffnet hatte, sind ganz schnell (bzw. so schnell wie es mit Koffern möglich ist) aus dem Fahrstuhl gehüpft. 

Dann haben wir uns (wer hätte es gedacht), etwas verlaufen… sind an sehr gruseligen und ziemlich skurrilen Orten vorbei gekommen, aber haben es irgendwie geschafft das tolle, erlösende, gläserne Gebäude zu finden. Wir waren beide so fertig, dass wir fast auf die Knie gefallen wären vor Glück. 

Also, ab an den Ticket Schalter und zwei Tickets zum Flughafen gekauft (8,50€ das Ticket). Schnell zum Zug (der fährt Gott sei Dank alle 20 Minuten, also falls man einen verpasst, muss man nicht direkt super lange warten) und entspannen. Aber nur für etwa 18 Min. Denn so lange braucht der Zug um von Bruxelles Midi, über Bruxelles Central nach Bruxelles Nord und dann zum Flughafen zu fahren!

Aber wir waren viel zu früh. Es war etwa 16:00 als wir dort ankamen. Unser Flug ging um 21:10… Es war noch nicht einmal ausgeschildert, wo wir einchecken sollten. Also nochmal an die Seite gesetzt und gewartet. Nach diesem endlos Spaziergang mit Koffern durch Brüssel, hatten wir aber kein Problem damit zu warten, womit wir eher ein Problem hatten, war das eine Flasche Wasser (150ml) etwa 7€ gekostet hat und wir natürlich unsre 2,5L die wir dabei hatten schon ausgetrunken hatten… Reisen härtet ab! Irgendwann durften wir einchecken und ich muss sagen, ich bin ja schonmal mit Etihad geflogen (ab Düsseldorf). Aber so unorganisiert wie in Brüssel (und anschliessend in Abu Dhabi) habe ich die Crew damals nicht erlebt. Keiner wusste so richtig wie, wann und weshalb überhaupt wir einchecken. Gott waren wir froh als wir endlich am Gate sassen und nur noch warten mussten (auch wenn nun ein Brötchen der Grösse eines Donuts 7€ gekostet hat und wir beide am verhungern waren. Dieser Urlaub mach schlank...). 

Als wir endlich boarden durften, hatten wir auf einmal andere Plätze als laut seatguru.com angezeigt. Und zwar die in der Mitte. Zwar einen am Gang, was positiv ist, aber zweier Sitze sind mir doch lieber als die vierer.. Wir haben uns sofort auf das Video-On-Demand Angebot gestürzt und Guardians of the Galaxy geguckt (das Drama beide TVs gleichzeitig den Film starten zu lassen eingeschlossen…). Nach 1:30h kam endlich das Essen. Ich hab mich noch nie in meinem Leben so auf Flugzeugessen gefreut, auch wenn ich sagen muss, dass das Etihad Catering echt Hammer gut ist. Nach 6 Stunden Flug sind wir dann in Abu Dhabi gelandet.


Hier endet jetzt vorerst mein Bericht zu unserem Urlaub! Ich hab schon so viel geschrieben, da muss ich euch nicht noch den Flug nach Mumbai in diesem Post schildern. Aber seid darauf gefasst. Die Ankunft in Indien war lustig. Im Nachhinein betrachtet zumindest...

 -Henny

1 Kommentar:

  1. Da habt ihr ja schon einiges erlebt und ich bin schon gespannt wie eure Ankunft in Mumbai war. Viel Spaß euch noch und ich freue mich schon sehr auf deinen nächsten Reisebericht :)
    (Hoffentlich wieder mit so schönen Fotos)

    Liebe Grüße

    Bettina

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