Girl on the Train von Paula Hawkins

Titel: Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich
Autor: Paula Hawkins
Übersetzer: Christoph Göhler
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 446
Verlag: Blanvalet
Serie: Nein
Genre: Roman
Preis: 12,99€
Hier Kaufen! 

Zum Cover:
Das Cover sticht sofort ins Auge! Die verwischte Schrift erinnert an die durch die Fahrt verwischte Schrift auf Plakaten. Mir gefällt das Cover sehr gut, es ist aber nicht unheimlich besonderes, es hat keine Special-effects oder sonstige fancy-schmancy Applikationen.

Zur Geschichte:
Rachel fährt jeden Tag mit dem Zug nach London. Auf der Fahrt beginnt sie die Leben der Menschen in den vorbeiziehenden Häusern zu spinnen. Ein Pärchen hat es ihr ganz besonders angetan, Jason und Jess. Das perfekte Pärchen, im perfekten Haus mit einem perfekten Leben. Doch eines Abends beobachtet Rachel etwas, das alles auf den Kopf stellen wird.

Meine Meinung:
Ich hab mich echt lange davor gedrückt das Buch zu lesen, da es ja doch ziemlich gehyped wurde. aber jetzt endlich! Die Geschichte an sich ist ziemlich simpel... Eine Frau fährt im Zug und beobachtet etwas. Das grosse Problem ist, dass diese Frau sich danach an nichts mehr erinnert, weil sie so betrunken war, dass sie einen Filmriss hat.
Diese simple Geschichte wird aber durch die verschiedenen Sichtpunkte wirklich spannend. Auf der einen Seite haben wir Rachel, die versucht sich zu erinnern und sich mir Lügen zu rechtfertigen. Dann haben wir Jess, die eigentlich Megan heisst, die den Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen lässt. Und am Ende ist da noch Anna, die neue Frau von Rachels Ex-Mann. Alle drei Frauen haben ein paar psychische Probleme, so hat Rachel da ihren Alkoholismus, Megan kann nichts mit sich anfangen und Anna ist ein bisschen überfürsorglich und paranoid.
Das Buch kommt erst langsam in die Gänge. Die ständigen Wiederholungen von Rachels Problemen gingen mir schnell auf die Nerven, da es schon beim ersten Mal deutlich genug dargestellt wurde. Generell fand ich Rachel ziemlich anstrengend. Sie ist der typische Fall für einen Psychologen. Sie baut sich ihre eigene Traumwelt, die scheinbar perfekt ist und in der sie ihr erhofftes Leben verwirklicht. Wenn etwas nicht so läuft wie es soll, dreht sie selbst am Rad und greift zur Flasche.
Trotz der nervenden Persönlichkeit, konnte ich auf Grund des Schreibstils der Autorin nicht einfach aufhören. Durch die verschiedenen Sichtpunkte, versteht man nach und nach wieso sich alle komisch benehmen, trotzdem waren für mich viele Taten nicht nachvollziehbar. Ich wusste nie wie ich die Frauen einschätzen sollte, da jede logische Handlung von einer total unlogischen gefolgt wurde, welche das Gesamtbild des psychischen Zustands nur noch weiter kaputt gemacht hat.

Fazit:
Ein grossen Puzzle, welches nach und nach mehr Teile bekommt. Leider waren die Hauptfiguren ziemlich unausstehlich. Das Ende kommt zwar überraschend hat mich aber nicht vom Hocker gehauen, da es eigentlich die letzte plausible Möglichkeit gewesen ist.


Vielen Dank an den Blanvalet Verlag und an BloggdeinBuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Hier würde ich eher zu 3 Sternen tendieren :D
      Alles Liebe!

      Löschen
    2. Lieben Dank für deine Antworten! :)

      Löschen