Klar ist es Liebe von Sandy Hall


Titel: Sandy Hall
Autor: Maren Illinger
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 272
Verlag: Fischer Sauerländer
Serie: Nein.
Genre: Jugendbuch
Preis: 14,99€
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Zum Cover:
Das Cover ist richtig besonders! Das Herz ist wie ein Baum, und die ganzen Blätter drumherum enthalten kleine versteckte Andeutungen auf den Inhalt (wie das Eichhörnchen). Aber mein Highlight ist, dass alles was in dunkelgrün gezeichnet ist, heisst die Blätter, der Baumstamm usw. hervorhebt. Es fühlt sich total schön an über das Cover zu streichen!

Zur Geschichte:
Lea und Gabe wären das perfekte Paar, wenn sie miteinander reden würden und endlich in die Pötte kommen würden. Alle um sie herum sehen diese wunderbare Liebe, von der besten Freundin, über den Busfahrer zum Einhörnchen, alle, ausser sie selbst. Die beiden verpassen es immer wieder den Anderen anzusprechen und so langsam sind beide ziemlich frustriert darüber.

Meine Meinung:
Das Buch ist unheimlich süss! Punkt. Das reicht eigentlich schon als Beschreibung.
Die Geschichte ist nichts neues, College, zwei Menschen die sich ineinander vergucken, aber es nicht schaffen miteinander zu reden, aus Angst der Andere könnte sich nicht verlieben. Aber hier ist einfach alles anders. Zum einen, weil wir die Geschichte aus den Sichtweisen von 14 verschiedenen Charakteren sehen, zum anderen, weil keiner dieser Charaktere einer der Protagonisten ist. Ernsthaft, wir lesen nicht ein einziges Mal etwas aus der Sicht von Lea oder von Gabe. Die ganze Geschichte basiert auf dem was die Freunde, Verwandten, Lehrer, Busfahrer, Bedienungen, usw. von der Geschichte mitbekommen. Und das macht es so unheimlich süss. Denn nicht nur der Leser fiebert mit den Protagonisten mit, auch die restlichen Charaktere des Buches tun dies und sind teilweise ganz gebannt von dem Verhalten der Beiden. Naja, alle bis auf die Bank und ein kleines Eichhörnchen, das nicht viel mehr als Nüsse im Kopf hat.

"Hoffentlich mögen sie Eicheln. Vielleicht sollte ich sie mit Eicheln bewerfen. Nein, keine gute Idee. Bloss keine Eichel-Verschwendung. Ich will meine Eicheln nicht teilen. Vielleicht mach mich das zu einem schlechten Eichhörnchen, aber ich will meine Eicheln nicht teilen. Vielleicht macht mich diese Eigenschaft aber auch zu einem guten Eichhörnchen. Zu einem perfekten Eichhörnchen. Zum Paradebeispiel eines Eichhörnchens." Seite 50

Lea und Gabe bleiben sehr schemenhaft. Sie haben beide keine Charakterzüge die ansatzweise auch nur negativ wären. Das scheint mir ein bisschen irreal, ist aber irgendwie kein grosses Problem bei der Geschichte. Lea war komplett austauschbar. Es hätte auch irgendein x-beliebiges Mädchen sein können. Sie blieb sehr vage, sehr unkonturiert, sehr nichts-sagend. Gabe dagegen war etwas greifbarer als sie. Er selbst hat sein Päckchen mit sich herumzuschleppen und man erfährt nach und nach mehr.
Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich einfach zu lesen. Er wechselt ein bisschen von Person zu Person, so ist der Ton des Schreibstils der Freundin von Lea mädchenhafter als der der Lehrerin oder der des pessimistischen Kommilitonen.

Fazit:
Ein sehr süsses Buch für Zwischendurch. Die Charaktere sind unterschiedlich aber alle ziemlich flach gehalten. Viel mehr ist auf den wenigen Seiten mit der ziemlich grossen Schrift aber auch nicht möglich.
 

Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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