Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater


Titel: Wen der Rabe ruft
Autor: Maggie Stiefvater
Veröffentlicht: 2013
Seitenzahl: 464
Verlag: Script 5
Serie: Ja.
1. Wen der Rabe ruft
2. Wer die Lilie träumt
3. Was die Spiegel wissen
4. The Raven King  (ET Englisch: Mai 2016)
Genre: Urban Fantasy
Preis: 18,95€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover erstaunlich schön, dafür dass es so simpel ist. Die Farben sind schön (obwohl ich echt kein Fan von Grün bin) und diese langgezogenen Bäume im Hintergrund erinnern ein bisschen an ein gruseligen Film à la Tim Burton oder Coraline.

Zur Geschichte:
Blues Familie ist nicht wirklich normal. Ihre gesamte Familie ist übernatürlich begabt, alle bis auf Blue selbst. Trotzdem muss sie an einem kalten Abend jedes Frühjahr ihr Mutter Maura auf einen Friedhof begleiten um die bald-Toten willkommen zu heissen. Obwohl Blue nichts mit den Toten am Hut hat, sieht sie in diesem Jahr einen Geist verloren auf dem Friedhof stehen. Was hat es mit dem Jungen auf sich und warum sieht Blue seinen Geist?
Gansey ist auf der Suche nach dem "schlafenden König" Owen Glendower, welcher schon vor Jahrhunderten das Zeitliche gesegnet hat, aber angeblich nie wirklich starb. Diese Suche bringt Gansey auf die Ley-Linien, sogenannte Energie Linien welche die spirituellen Orte auf der Welt miteinander verbinden. Wird er Glendower finden können?

Meine Meinung:
Die Geschichte verspricht Spannung und tolle Lesestunden. Die Umsetzung dagegen, eher Langeweile und den Drang das Buch wegzulegen. Erst ab etwa der Hälfte, kam wirklich Spannung auf und ich wollte erfahren was denn nun los sei. Bis dahin wird alles nur halb erklärt, einfach in der Luft hängen gelassen um möglicherweise irgendwann wieder aufgegriffen zu werden. Maggie Stiefvater lässt sich unheimlich viel Zeit mit der Aufklärung der Fragen die dem Leser im Laufe des ersten Bandes aufkommen. Auf der einen Seite, schade, weil es nicht motiviert weiterzulesen, auf der anderen Seite gut, weil man am Ende doch irgendwie wissen möchte, wie das alles weitergeht und sich auf Band 2 stürzt.
Die Charaktere sind toll gestaltet worden. Blue ist zwar das stereotypische arme Mädchen ohne Freunde, aber sie ist keine graue Maus oder jemand der sich sehr schnell unterkriegen lässt. Ihre Reaktionen lassen manchmal zu wünschen übrig, aber wenn sie will, kann sie richtig schön auf den Tisch hauen. Gansey, eigentlich Richard Campbell Gansey III, ist glaub ich mein Lieblingscharakter. Er ist nachdenklich, intelligent und einigermassen charmant. Seine Wortwahl ist unheimlich hochgestochen, was mir persönlich total gefallen hat, da es einen schönen Kontrast zu Ronan bildet. Ronan ist der Rowdy der Gruppe. Er hat scheinbar irgendwelche Aggressionsprobleme die er besser mal beheben sollte. Der Charakter an sich ist unheimlich sarkastisch, was ihm ein ziemlich hohes Konfliktpotential gibt, da er niemanden ernst nimmt und dies auch extrem zeigt. Die restlichen Charaktere bleiben ein bisschen bedeutungslos, etwa wie Ravenclaw und Hufflepuff in Harry Potter. Sie sind nur begleitend da um etwas mehr Spannung hineinzubringen, was mich aber nicht sonderlich gestört hat.
Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es wird viel beschrieben aber wenn man von diesen kleinen (oft überflüssigen) Details mal absieht, ist es einfach der Geschichte zu folgen.

Fazit:
Ein Reihenauftakt der etwas mehr BÄM! und etwas weniger Details vertragen hätte. Die Charaktere wie auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der Gruppe haben diese sehr reell wirken lassen. Leider hat die Autorin etwas länger gebraucht um endlich Spannung zu erzeugen.

1 Kommentar:

  1. Mir erging es ähnlich wie dir. Auch wenn mir die Charaktere echt ganz gut gefallen haben, brauchte die Geschichte ziemlich lang um in Schwung zu kommen. Beim zweiten Teil leider ähnlich. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und jetzt sitze ich am dritten Band. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt :D
    Tolle Rezension!
    Liebe Grüße,
    Hannah

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