Februar/ März #3

Hallo hallo!
So, mit diesem Teil der Neuzugänge, sollten alle Neuzugänge der beiden Monate abgedeckt sein. Teil 1 könnt ihr hier finden: *klick* und Teil 2 hier: *klick*.
Ich freue mich riesig über diese Bücher, auch wenn ich verzweifeln könnte, wenn ich auf meinen SuB gucke. Aber naja.. der SuB ist ja schon gewaltig geschrumpft, weshalb es auch nicht soo schlimm ist. Ich halte mich nächsten Monat einfach ein bisschen mehr zurück. Aber nun zum wichtigen!

Silber - das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier

Titel: Silber - Das zweite Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 368
Verlag: FJB
Serie: Ja.
1. Silber - Das erste Buch der Träume
2. Silber - Das zweite Buch der Träume
3. Silber - Das dritte Buch der Träume
Genre: Jugendbuch
Preis: 19,99€
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Zum Cover:
Das Cover gefällt mir, genau wie bei Band 1, nicht wirklich. Auch wenn es ruhiger ist als das erste Cover, für mich ist da immer noch viel zu viel drauf los. Ich frage mich, wer auf diese schreckliche Hintergrundfarbe gekommen ist. Klar, sie orientiert sich an der Türfarbe von Liv. Aber hätte man das nicht irgendwie... dezenter machen können? Die schrecklichen Cover sind wirklich ein Punkt, der mich davon abhält, die Bücher in Print-Format zu holen.

Zur Geschichte:
Das mit den Träumen ist schon eine komische Sache, aber dann noch Dämonen? Das war wirklich zu viel des Guten. Kein Wunder, dass die Anstifterin des Ganzen nun in der Klapse ist. Sie wird da auch lange Zeit bleiben und Liv und die Jungs in Frieden lassen, oder?
Nachdem Anabel nun weg ist und sie ungestört in den Korridoren herum geistern können, scheint sich alles beruhigt zu haben. Doch als Secrecy auf einmal Livs tiefste Geheimnisse kennt und diese auf ihrem Blog veröffentlicht, merkt Liv, dass der Albtraum noch lange nicht zu Ende ist. Wer erzählt Secrecy diese Sachen? Warum verschweigt ihr Henry die Wahrheit? Und wieso beginnt Mia zu Schlafwandeln? Die letzten Worte von Anabel scheinen wahr gewesen zu sein: "In Wirklichkeit hat es gerade erst begonnen"..

Meine Meinung:
Genau, wie bei Band 1, bin ich hin und weg von dem Buch. Der Anfang setzt fast nahtlos an das Ende des ersten Bandes an, trotzdem gibt es klitzekleine Rückblicke die es einem ungemein erleichtern, sich das Geschehene aus dem ersten Buch wieder vor Augen zu führen.
Die Geschichte verliert kein bisschen an Spannung, denn kaum ist Anabel weg, entstehen neue Probleme und man erkennt, dass das Geheimnis um den Dämon nicht das Einzige war. Wir bekommen ein paar neue Charaktere dazu. Einige kannten wir schon, aber nicht so ausführlich, andere neue. Und die sind nicht selten ziemlich üble Gesellen. Es gab Szenen, die mir regelrecht einen Schauder der Rücken herunter gejagt haben.
Ich finde es sehr schön, dass die Entwicklung, die die Charaktere im ersten Band durchgemacht haben, nicht aufgehört hat. Jeder Charakter hat seine eigenen Ecken und nun lernen wir auch andere Seiten kennen. Dies macht sie irgendwie menschlich. Die Fassaden von einigen Protagonisten beginnen zu bröckeln und nicht alles ist Friede-Freude-Eierkuchen. Wie im echten Leben halt.
Der Schreibstil der Autorin ist immer noch leicht zu verstehen und hat Witz. Es lässt sich genau so leicht lesen wie Band 1 und die Autorin verrennt sich nicht in Nebensächlichkeiten.


Fazit:
Alles in Allem ist das Buch unterhaltsam, schön geschrieben, mit einer einzigartigen Geschichte. Allerdings gibt es Abzug für dieses schreckliche Cover, was dem Buch aber immer noch keine schlechte Bewertung einbringt:

 -Henny

Lesenacht im März!

Hallo alle zusammen und herzlich willkommen zur zweiten Lesenacht!

Ich bin China von Xiaolu Guo

Titel: Ich bin China
Autor: Xiaolu Guo
Übersetzer: Anne Rademacher
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 432
Verlag: Knaus Verlag
Serie: Nein
Genre: Roman
Preis: 19,99€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover wirklich toll. Der Schutzumschlag ist halb-transparent, weshalb das Bild der Frau auf dem eigentlichen Buchdeckel schön durchschimmert. Auf den Fotos sieht das nicht so extrem toll aus, aber als ich das Buch in der Hand hielt, war ich komplett von den Socken.
Die Farbe rot ist perfekt gewählt, auf der einen Seite bedeutet sie Liebe und Glück. Gerade bei traditionell chinesischen Hochzeiten sind die Bräute in rot gehüllt, weil sie Böses abwehren und Kraft spenden soll. Auf der anderen Seite ist es die Farbe de KPCh (Kommunistische Partei Chinas), die auch eine grosse Rolle in dem Buch spielt.
Die Farbe legt sich über die Frau auf dem Buchdeckel, ein Symbol der Unterdrückung durch den Staat, oder eine Bitte um Kraft... Chinesische Symbolik ist einfach toll *_*

Zur Geschichte:
Iona, eine Übersetzerin aus England, bekommt den Auftrag, einen Stapel Dokumente aus dem Chinesischen ins Englische zu übersetzen. Doch es handelt sich nicht um offizielle Dokumente, sondern um Briefe und Tagebucheinträge, die die traurige Geschichte zweier Liebender erzählt, Jian und Mu. Er, ein moderner Punk, der versucht, die chinesische Gesellschaft wachzurütteln. Sie, ein Bauernmädchen, die für eine Zeitschrift unpolitische, romantische Gedichte schreibt und bloss kein Aufsehen erregt. Mitten in einem riesigen Konzert stürmt die Staatspolizei das Gebäude und nimmt Jian fest. Was wird mit ihm geschehen? Was hat seine Vergangenheit damit zu tun? Werden die Liebenden einen Weg zueinander finden, oder ist alle Hoffnung verloren?

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist.. schwer. Ich hab erst gedacht, es läge daran, dass das Buch aus dem Chinesischen übersetzt worden ist, und chinesisch zu übersetzen ist sehr kompliziert, da ein Satz dreimal geschrieben werden kann und dreimal etwas komplett anderes bedeutet. Aber sie hat es ursprünglich aus Englisch geschrieben, weshalb diese Theorie verfällt. Es kann auch daran liegen, dass es einfach ein sehr schweres Thema ist, das die Autorin hier anschneidet und die Gefühle die jemand in den Situationen hat in denen die Protagonisten stecken, wirklich sehr wirr sind.
Die Geschichte ist traurig. Und sie wird noch trauriger wenn man bedenkt, dass sie gar nicht mal so abwegig ist. Es gibt noch heute politische Gefangene in China, es gibt Menschen die heimatlos sind, oder Unpersonen sind, wie das Buch schreibt, auf Grund ihrer politischen Meinungen, oder ihrem Kampf um Freiheit.

"Unperson. Das Wort klingt so absurd, dass es fast Chinesisch sein könnte." (S. 66)

Ich war mir am Anfang des Buches nicht ganz sicher, wo das ganze hinführen sollte. Ein paar Briefe, ein paar Tagebucheinträge und das war es. Aber das Buch zeigt einem, dass es gar nicht mal so wichtig ist, einen Weg zu haben, den das Buch folgt. Es ist viel wichtiger, die Geschichte einfach drauflos laufen zu lassen.
Es ist kein spannendes Buch, es ist kein Liebesroman, es ist eine Geschichte, die aus dem echten Leben genommen sein könnte. Ruhig, ohne Explosionen oder Specialeffects. Das Buch hat etwas meditatives an sich, es schläfert nicht ein, aber durch die Ruhe, die in dem Buch herrscht (auch wenn es aufgewühltere Stellen gibt), beruhigt es einen.
Es ist ein politisches Buch, ja. Aber die Politik steht weniger im Vordergrund als erwartet. Es geht nur um Mu und Jian, zwei Menschen, die Dank einer menschenverachtenden Politik getrennt wurden und sich nun alleine in ihrem Leben zurechtfinden müssen. Aber natürlich werden die Familiengeschichten der beiden von der Politik beeinflusst. So beging Jians Mutter Selbstmord, weil sie Erik Satie hörte und somit als Rechtsabweichlerin galt.

"Mittlerweile glaube ich, dass China den USA niemals ähneln wird, weil wir in unserem Land keine Schwarzen haben. Ausserdem könnte ein Fremder niemals chinesischer Staatsbürger werden." S. 145

Fazit:
Es ist ein Buch, das anders ist. Es ist schwer zu lesen, aber trotzdem möchte man immer weiter lesen. An manchen Stellen zieht es sich, aber an anderen zieht es einen in seinen Bann. Es ist ein ruhiges Buch, für das man Ruhe benötigt.
 -Henny

Vielen Dank an den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar!

Seychellen: Die kleinste Stadt der Welt und der Zufall

Zurück auf den Seychellen!!

Nachdem wir rot wie Tomaten waren, haben wir uns natürlich am nächsten Tag den Strand gespart. Ich habe draussen gesessen (im Schatten und mit einer leichten Jacke) und gelesen. Olli hat derweil auch gelesen, oder hat versucht, sich irgendwie angenehm hinzusetzen, um nicht gleich in Flammen aufzugehen. Sonnenbrand ist halt auch eben das, ein Brand. Auf der Haut. Der scheisse wehtut (entschuldigt den Ausdruck, ich finde keinen anderen um dieses Gefühl zu beschreiben).  

Februar/ März #2

Hallo hallo!

Unerwartet, sind noch mehr Bücher bei mir eingezogen, weshalb der versprochene zweite Teil meiner Neuzugänge schon jetzt online geht :) Es ist wirklich alles dabei, von Liebesschnulze über Kurzgeschichten zum historischen Roman. Und mit Stolz kann ich sagen, nur eines der Bücher habe ich auch wirklich selbst gekauft :D

Gemeinsam lesen #16

Und wieder ist eine Woche um. Es kommt mir so vor als wäre es Gestern, da fing gerade das neue Jahr an und jetzt haben wir schon fast den März hinter uns. Schlimm schlimm wie schnell die Zeit vergeht. 
Das dieswöchige Gemeinsam Lesen findet ihr auf Weltenwanderer. Ich hab echt lange bei der letzten Frage überlegen müssen.. Und bin mir auch jetzt noch nicht ganz sicher...


Social Networks-TAG

Hallo meine Lieben!

Heute mich ich mal wieder mit einem TAG unterwegs. Und zwar hat mich die liebe Mikka von Mikka liest beim Social Networks-TAG getagged. Als lets go!




Silber - Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier

Titel: Silber - Das erste Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 368
Verlag: FJB
Serie: Ja.
1. Silber - Das erste Buch der Träume
2. Silber - Das zweite Buch der Träume
3. Silber - Das dritte Buch der Träume
Genre: Jugendbuch
Preis: 18,99€
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Zum Cover:
Mir gefällt das Cover irgendwie nicht so. Es ist mir einfach zu viel los da drauf. Der schwarze Hintergrund mit den Ornamenten in Silber ist ja eine gute Idee. Aber ich würde einen Anfall bekommen, wäre z.B. mein Blog so voll mit irgendwelchen Bildern. Wäre auf dem Cover viel zu entdecken, wäre es vielleicht anders. Aber man findet ja nur eine Eidechse, ein paar gefiederte Freunde, eine Tür und Schlüssel. Und ganz viele Blumen. Zu viel für meinen Geschmack.

Zur Geschichte:
Liv und ihre kleine Schwester müssen dank der wechselnden Arbeitgeber ihrer Mutter umziehen. Schon wieder. Diesmal geht es aus dem sonnigen Pretoria nach England. Die Schwestern freunden sich nach und nach mit dem Gedanken an in einem süssen Cottage zu wohnen, als dann doch alles anders kommt, denn ihre Mutter hat einen Mann kennengelernt, der in London wohnt.
Eines Nachts träumt sie von einem Friedhof. Sie ist nicht alleine dort, sondern in Begleitung von 4 Jungen, die mit ihr zur Schule gehen. Diese scheinen nach diesem Traum Sachen über sie zu wissen, die sie niemals gesagt hat, ausser im Traum. Kann das sein? Und was hat es mit dem Korridor voller Türen, den sie in Träumen sieht, auf sich?

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch in Rahmen einer Challenge angefangen zu lesen und war sofort hin und weg. Natürlich kannte ich die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, aber nur durch die Filme, weil ich ja Hype-Bücher nicht so gerne lese. Nun überlege ich wirklich, ob ich nicht doch mal Rubinrot in Angriff nehmen sollte.
Die Geschichte ist wirklich innovativ. Ich hab bisher kein Buch über "Traum-Wandeln" gelesen und hab bei dem ganzen Zeitreise, Dämonen und Magie-Getue in meinem Bücherregal auch nie so etwas in Erwägung gezogen.
Der Schreibstil der Autorin ist gut verständlich und oft auch sehr lustig. Man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen ohne Seitenlange Texte über die Vorgeschichte zu lesen. Dadurch wird man natürlich auch ziemlich schnell in den Bann der Geschichte gezogen.
Die Protagonisten, also Liv und die vier Jungs, haben alle einen sehr eigenständigen Charakter, der nicht gefaked wirkt, sondern authentisch ist. Liv könnte gut das stille Mädchen in der Vorlesung sein, die nie etwas sagt, aber wenn man sie erst einmal kennt, richtig auftaut und ziemlich temperamentvoll sein kann. Durch diese ungekünzelten Charaktere ist es noch einfacher, sich in die Geschichte einzufühlen.
Bei den vier Jungs hat die Autorin sich ein bisschen an Klischees orientiert. Was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn sie werden garantiert nicht als perfekt dargestellt, sondern als ganz normale Menschen die vielleicht ein bisschen zu gut aussehen. Aber wir haben hier auch einen Jugendroman der an Mädchen adressiert ist vor uns, das ist vollkommen normal.

Fazit:
Ich hatte sehr viel Spass beim lesen des Buches und ich war auch wirklich heilfroh, dass ich Band 2 auch auf dem Reader hatte, so dass ich schnell weiterlesen konnte. Da mir jedoch das Cover nicht so gut gefällt, gibt es ein bisschen Abzug. Somit gibt es für dieses interessante Buch:

 -Henny

Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman

Titel: Morgen kommt ein neuer Himmel
Autor: Lori Nelson Spielman
Übersetzer: Andrea Fischer
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 368
Verlag: Fischer Krüger
Serie: Nein
Genre: Roman
Preis: 14,99€
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Zum Cover:
Ich bin bei diesem Cover hin und her gerissen. Auf der einen Seite finde ich es wirklich schön, weil die Schrift so toll ist und der Baum. Auf der anderen Seite nicht so, weil ich die Farben nicht so schön finde... Aber irgendwie doch, weil sie einen tollen Kontrast bilden, der sofort ins Auge sticht.

Zur Geschichte:
Mit 14 Jahren schreibt Brett eine Liste mit Lebenszielen, die sie kurz darauf jedoch wieder wegwirft. Nun, 20 Jahre später taucht diese Liste wieder auf. Ihre vor kurzem verstorbene Mutter hatte sie aus dem Mülleimer gefischt und nach und nach alles durchgestrichen, was Brett erreicht hat. Doch es sind noch Ziele offen: Ein Haus kaufen, sich verlieben, ein Pferd kaufen. Nur leider begegnet sie hier grossen Problemen. Und das Schlimmste von allen, ihr Freund rechnet mit dem Erbe, doch sie bekommt dieses nicht, so lange sie nicht die Liste abgearbeitet hat.
Damit Brett nicht ganz alleine vor dieser immensen Aufgabe steht, hat sie ihr einen Anwalt zur Seite gestellt, der ihr bei jedem erreichten Ziel einen Brief von ihrer Mutter vorliest. Doch wird Brett es schaffen, wieder zu sich selbst zu finden und alle Ziele zu erreichen?

Meine Meinung:
Das Buch ist wirklich wunderschön geschrieben. Ich habe nach ein paar Seiten in die Geschichte hereingefunden und wurde sofort in einen Strudel der Gefühle gerissen. Die Autorin schafft es, die Gefühle von Brett so darzustellen, dass man sich so fühlt, als wäre man in dieser Situation. Ich konnte mich komplett in Brett hineinversetzen. Auf der einen Seite schrecklich, auf der anderen Seite wirklich schön.
Ich wurde von der Geschichte wirklich oft überrascht, da sie kaum vorhersehbar ist einen dazu bringt zu raten und falsch zu legen. Es gibt einige Plot-twists die ziemlich unerwartet kommen und einen noch mehr fesseln. Ich hatte gar nicht die Möglichkeit, das Buch aus der Hand zu legen und war dementsprechend schon nach kurzer Zeit fertig. Selbst das Mittagessen ist total untergegangen und erst im Nachhinein hab ich gemerkt, dass ich tierischen Hunger hatte.
Die Protagonistin, also Brett, ist manchmal etwas anstrengend, da sie etwas begriffsstutzig ist. Dies macht die jedoch unheimlich liebenswert und nach den ersten Seiten ist sie mir schon richtig ans Herz gewachsen.
Das zügige Lesevergnügen wurde natürlich auch von dem leichten Schreibstil der Autorin beeinflusst. Obwohl die Geschichte so detailreich ist und die ganzen Drehungen und Wendungen darin vorkommen, verläuft sie sich nie in Kleinigkeiten sondern folgt einem konstanten roten Faden durch die ganze Geschichte. Es gibt keine Abschweifungen, etwas das ich sehr begrüsse. Trotzdem werden wichtige Details erwähnt, die aber nicht zu viel Beachtung bekommen, so dass man als Leser erst später merkt, wie wichtig diese eigentlich waren.

Fazit:
Bisher war es das beste Buch des Jahres und es wird schwer sein, es von seinem Thron zu stossen. Genau aus diesem Grund erhält es von mir, die erst einmals verliehenen:

 -Henny

Lesenacht bei Bookdemon

Hallo all ihr Nachtwesen!

Wir haben uns heute versammelt... OK, das klingt komisch...
Heute Abend findet bei BookDemon eine Lesenacht ohne bestimmtes Thema statt. Da mein SuB langsam aber stetig wieder zu wachsen beginnt, MUSS ich mitmachen um nicht in ungelesenen Büchern unterzugehen :D

Er ist wieder da von Timur Vermes

Titel: Er ist wieder da
Autor: Timur Vermes
Veröffentlicht: 2012
Seitenzahl: 396
Verlag: Bastei Lübbe
Serie: Nein
Genre: Satire
Preis: 9,99€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover erstaunlicherweise echt gut gemacht. Nur anhand der Frisur, und wie der Titel als Bart angeordnet ist, weiss man, um wen es sich handelt, wer derjenige ist, der "wieder da" ist. Doch irgendwie ist es sehr leer. Es ist zwar gut, aber langweilig. Wer sich schon diese gute Idee für das Cover hat einfallen lassen, hätte es auch etwas interessanter gestalten können...

Zur Geschichte:
Mitten am Tag liegt er auf einer Wiese, irgendwo in Berlin, und wacht auf. Er, der schon lange gestorben ist, er, der Völkermord betrieben hat und noch heute Anhänger findet. Doch eigentlich geht das ja gar nicht, es ist schliesslich das Jahr 2011.
Der neuerwachte Hitler macht sich nun auf den Weg die neue Welt, bzw. das neue Berlin zu erkunden und stösst bald auf einen Zeitschriftenhändler, der ihn sofort gross rausbringen möchte. Doch ist Hitler massentauglich? Und wie wird dies seinen Versuch, erneut an die Macht zu gelangen, unterstützen?

Meine Meinung:
Ich habe zu Beginn des Buches oft herzlich auflachen müssen, es war doch schon schön mit schwarzem Humor versetzt worden. Aber nach diesem Anfang ging es immer schneller weiter bergab. Die Witze wurden flach und vorhersehbar. Dieses ständige "jetzt verhalten Sie sich doch mal wie ein normaler Mensch" und das kurz darauf folgende "ach, ich weiss ja, sie nehmen ihren Job schon ernst" kann man einmal bringen, aber 3-4-5 Mal war dann doch ein bisschen zu viel.
"Hitler" wurde zwar nicht lächerlich gemacht, etwas, das m. M. n. sehr wichtig ist, aber die Geschichte an sich war einfach nur lächerlich.

Fazit:
Ich bin mir echt nicht sicher, ob ich dieses Buch nicht abgebrochen hätte, wenn ich es nicht im Rahmen einer Lesechallenge gelesen hätte und es endlich vom Reader haben wollte.. Deshalb gibt es ein halbes Pünktchen mehr und demzufolge:


 -Henny

Februar + März #1

Hallo ihr Lieben!

Ich hab ja irgendwie den Neuzugänge-Post von letztem Monat total verpeilt.. Deshalb (und weil ich nicht mehr ganz sicher bin welche Bücher im Februar eingezogen sind und welche im März) mach ich jetzt einfach einen Kombi Neuzugänge-Post. Dies ist Teil 1. Teil 2 kommt dann wie gewohnt Ende des Monats :)

Die Naturwissenschaften - Eine Biographie von Lars Jaeger

Titel: Die Naturwissenschaften - Eine Biographie
Autor: Lars Jaeger
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 471
Verlag: Springer Verlag
Serie: Nein
Genre: Sachbuch
Preis: 19,99€
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Meine Meinung:
In “Die Naturwissenschaften” geht es um genau dies, Naturwissenschaften. Es wird die Geschichte derselben wir biographisch wiedergegeben vom Beginn an, bis heute. Aber es ist nicht staubtrocken oder ähnelt einer Doku über Felsen. Es wird interessant dargestellt wie die Naturwissenschaften sich entwickelt haben, und so wird auch ein Bezug zur Gegenwart erschaffen. Was würde es alles nicht geben, wenn vor tausenden von Jahren nicht eine bestimmte Sache per Zufall entdeckt wurde?! Das erste Kapitel, die Antike, gestaltet sich etwas zäh, aber es ist das einzige, welches so rüber kommt. Der Rest ist leicht zu lesen, auch wenn es natürlich kein Buch zum Ausklang eines Tages ist. Ich musste mich doch häufig konzentrieren um nicht ein und den selben Satz 5 Mal zu lesen. Es wurde sehr sehr viel Information in dieses Buch gepackt, was es auf der einen Seite natürlich sehr interessant macht, aber auf der anderen Seite die “zwischendurch-Lektüre" etwas erschwert. Aber so ist es halt wenn man anspruchsvollere Literatur liest und gerade bei Sachbüchern über die Naturwissenschaften.
Viele der erläuterten Situationen waren mir nicht unbekannt aber eher abhandengekommen, was auch daran liegen kann, dass der Schwerpunkt des Buches eher in Richtung Physik liegt und ich da als Chemikerin nicht viel von der Geschichte gelernt habe bzw. wieder verdrängt habe.
Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch, vollgepackt an Infos. Es wird alles plausibel erklärt, es werden Fragen aufgeworfen die sich bald lösen und es wird ermutigt weiter zu lesen um noch mehr über die bestimmte Zeit zu erfahren. Obwohl es Konzentration erfordert, ist dieses Werk von Lars Jaeger ein richtiger Schatz für jemanden der sich für die Naturwissenschaften interessiert. Nicht nur Naturwissenschaftler selbst sind mit diesem Buch gut bedient, auch Leute die weniger Vorkenntnisse haben können ohne Bedenken zu dem Buch greifen. 

Fazit:
Ein sehr tolles Buch, mit unheimlich vielen Infos und einem tollen Erklärungsstil. Mathematische Formeln (die mich meistens dazu bringen mein Skript in die Ecke zu werfen und dort liegen zu lassen) sind so gut wie nicht auffindbar. Da sieht man wieder wie leicht zu verstehen komplizierte Sachen sein können wenn man Zahlen weglässt. Ein muss für jeden der an den Naturwissenschaften interessiert ist! Deshalb gibt es von mir:


 -Henny

Ich bin nicht süss, ich hab bloss Zucker von Renate Bergmann

Titel: Ich bin nicht süss ich hab bloss Zucker
Autor: Renate Bergmann
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 224
Verlag: Rowohlt
Serie: Ja.
1. Ich bin nicht süss, ich hab bloss Zucker
2. Das bisschen Hüfte, meine Güte
Genre: Humor
Preis: 9,99€

Zum Cover:
Das Cover hat mich jetzt nicht so wahnsinnig umgehauen… Es werden zwei Klischee-Omis abgebildet, die grinsend und mit Handy in der Hand über einen Friedhof laufen. Dazu dann Titel und “Autorin” und etwas Wasserfarbe. Das wars aber auch schon. Nichts spannendes, nichts intrigierendes. Einfach nur ein ziemlich nichts-sagendes Cover, das zwar zeigt, dass es in dem Buch über die ältere Generation geht und Technik scheinbar eine Rolle spielt, aber mich nicht dazu bringen würde es auf dem Regal zu nehmen. 

Zur Geschichte:
Das ist schwer.. Die Geschichte ist die: Renate Bergmann (die Omi mit dem Handy in der Hand), wird von ihrem Enkel in die Welt der Technik eingeführt, sie beginnt zu twittern und auf Facebook zu wüten und verursacht damit scheinbar einen grossen Hype in Deutschland der dazu führte, dass die Twitter-Omi nun ein Buch verfasst. Ein Buch über sie, ihre Freundin Gertrud, ihre schrecklichen Nachbarn und ihre toten Ehemänner. So richtig bin ich mir noch nicht sicher worum es das ganze buch überhaupt wirklich geht...

Meine Meinung:
Naja, wie gesagt, ich bin mir noch nicht sicher, was eigentlich mit diesem Buch beabsichtigt wurde. Es zählt die Klischees der älteren Generation auf und zieht sie irgendwie durch den Kakao. Ich finde man merkt, dass es nicht von einer 80-Jährigen geschrieben wurde, sondern von einem Herren der sich in den Vierzigern befindet. Ich verstehe den Sinn hinter dem Buch nicht ganz. Wäre es wirklich ein 80-Jährige gewesen, wär das ganze lustig und interessant wie die Dame die Welt sieht. Aber Äusserungen wie weshalb es einen Anschnallgurt beim Fliegen gibt, wenn der so wie so gar nichts bringt (ausser zur Identifizierung der Opfer) wenn das Flugzeug abstürzt, hab ich mit 10 gemacht. Oder dass auf Beerdigungen von Menschen mit russischen Namen nur Russen aufkreuzen… Dafür brauch ich kein Buch, das kann ich mir selbst zusammenreimen.

Fazit:
Ich habe das Buch nicht abgebrochen, weil ich nicht gerne Bücher abbreche. Ich hab quasi immer bis zur letzten Sekunde Hoffnung, dass das Buch doch nicht so schlecht ist. Aber leider hat sich der erste Eindruck nicht geändert. Also bekommt das Buch von mir:


 -Henny

Gemeinsam lesen #15

Nach einer (ziemlich) langen Pause, bin ich auch wieder dabei! Diese Woche findet das Gemeinsam Lesen bei Schlunzenbücher statt und die vierte Frage hat es in sich...


Seychellen: Die Ankunft und der Kampf durch den Dschungel

Nach drei Flügen (Mumbai-Delhi, Delhi-Abu Dhabi, Abu Dhabi-Mahé) und einem riesigen Umweg, sind wir um 6:50 morgens auf den Seychellen angekommen. Sofort zum Hafen wo wir unsere Tickets nach Praslin gekauft haben. Die Tickets haben 106€ für uns beide zusammen gekostet, nicht gerade billig, aber wir konnten Gott sei Dank in Euro zahlen, wir hatte nämlich gar nicht so viele Rupien gewechselt… Ach ja, hier gibt es auch Linksverkehr. Ich war erst total irritiert, aber da wir ja in Indien auch schon Linksverkehr hatten, war es keine grosse Umgewöhnung.
Ist das nicht tolles Wasser! Das Bild ich nicht bearbeitet!!

Würdest du lieber...?

Ich wurde für den "Würdest du lieber...?"-Tag getaggt (Wird man "für etwas" getagged? Ich suche schon seit einiger Zeit die grammatikalisch richtige Form aber irgendwie komme ich nicht drauf :D) und zwar von Christian von Bieberbruda und Bettina von The Passion of Books. Vielen Dank dafür :)

[Monatsrückblick] Februar 2015

Schon ist der zweite Monat des Jahres um… Es geht echt schnell!! Nach einigen Problemen mit Internet usw. (Ich möchte mich hier nochmal für die verpatzte Lesenacht (danke Blogger) entschuldigen) sollte es aber ab jetzt langsam wieder bergauf gehen :D

Mumbai: Chowpatty Beach und die Dreistigkeit der Elephanta Insel

Chowpatty Beach

Da das Wetter hier ja der Hammer ist, die Sonne ständig scheint und es warm ist, wollten wir einfach mal an der Strand Promenade (dem Marina Drive) entlang spazieren. (Dort wo wir auch Terrence getroffen hatten). Am einen Ende des Drives befindet sich nämlich ein Restaurant, welches laut einigen, gängigen Touristenseiten usw. sehr leckeres Indisches Essen hat. Okay, damit war der Plan für den Tag also geschmiedet.

Mittlerweile wisst ihr ja, dass wir nicht so grosse Taxi-Fans sind, da aber das Bus Netz hier ziemlich unverständlich ist, laufen wir halt. Ist gesünder (auch wenn man bei der Luft manchmal das Gegenteil denken könnte), sicherer und auf jeden Fall günstiger. Also wurde gelaufen.

Atlantia von Ally Condie

Titel: Atlantia
Autor: Ally Condie
Übersetzer: Stefanie Schäfer
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 400
Verlag: Fischer FJB
Serie: Nein
Genre: Jugendbuch
Preis: 16,99€

Zum Cover:
Das Cover ist jetzt nicht der Wahnsinn, aber es ist schön. Es hat mich irgendwie ein bisschen an diese Werbung erinnert von.. Giorgio Armani (? glaub ich). Es ist kein Cover, dass mich umhaut, auch wenn es natürlich alles andere als hässlich ist. Ich würde es einfach nicht nur wegen des Covers in die Hand nehmen. Es macht mich nicht neugierig auf die Geschichte dahinter. Vielleicht wenn ein bisschen Land eingespült worden würde… So ist es halt “Atlantia”, ein Wort welches 1 Taste von Atlantis entfernt liegt und Wasser. Dadurch weiss man zwar worum es ansatzweise geht, aber wenn noch etwas Land dabei wäre, würde man sich fragen, weshalb das Land da ist.. und so irgendwie die Neugier im potentiellen Leser wecken.

Zur Geschichte:
Jedes Jahr, zum Jahrestag der Trennung, müssen sich die Jugendlichen in einem bestimmten Alter für das Oben oder für das Unten entscheiden. Für Rio war schon immer klar, dass sie nach Oben gehen wird, denn ihre Schwester Bay, liebt Atlantia, die Stadt im Unten viel mehr als Rio es jemals könnte. Doch als ihre Mutter stirbt ändert sich alles. Bay fleht Rio an, in Atlantia zu bleiben und sie nicht alleine zu lassen. Doch am Tag der Entscheidung kommt alles anders als geplant und Rio findet sich in mitten eines grossen Geheimnisses wieder, welches sie nun versuchen muss zu durchschauen. 

Meine Meinung:
Die Geschichte hat wirklich gute Ansätze, auch wenn die Umsetzung nicht so ganz toll war. Es werden viele Fragen unbeantwortet zurückgelassen. Die Handlung ist sehr oberflächlich, vieles was Rio macht ist nicht so ganz nachvollziehbar. Es scheint als gäbe es irgendwie kaum Hintergrundinfo die ziemlich wichtig gewesen wäre um die Geschichte als logisch darzustellen. 

Das Buch ist zwar dick, aber die Schrift ist auch ziemlich gross. Ich hatte nach etwa der Hälfte des Buches das Gefühl es wäre bisher nichts grossartiges passiert und zu wenig Seiten übrig sein um das ganze zu klären. So war es zwar nicht, die Geschichte hat ihr Ende gefunden, aber ich war bis kurz vor Schluss der Überzeugung es würde einen zweiten Band geben, weil ich irgendwie gar nichts aufgeklärt hat. 

Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht und lässt sich sehr einfach lesen, aber wie gesagt die Schrift ist sehr gross. Es hat sich angefühlt als würde ich ein Buch für Kleinkinder lesen. Keine grossartigen Ereignisse, keine grossartigen Beschreibungen. Einfacher Schreibstil, grosse Schrift.. Ich weiss nicht wer dieses Buch in die Kategorie Jugendbuch getan hat, aber Kinderbuch ist meiner Meinung nach eine bessere Beschreibung.

Fazit:
Ich hab das Buch ziemlich schnell gelesen, aber wie gesagt, war es auch ziemlich einfach zu lesen. Die Autorin hat sich scheinbar kaum Gedanken gemacht, wie man die Geschichte abrunden könnte. Es scheint mir als hätte sie einfach nur auf ihren Abgabetermin geachtet. Auf diesem Grund bekommt das Buch von mir: 

 -Henny

Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars :)