September 2015

Leute, ich werde immer besser in diesen: keine neuen Bücher, sonst gibts Ärger mit dem Bücherregal! :D

Afterworlds von Scott Westerfeld

Titel: Afterworlds - Die Welten zwischen uns
Autor: Scott Westerfeld
Übersetzer: Angela Stein
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 704
Verlag: Fischer Sauerländer
Serie: Nein.
Genre: Roman
Preis: 22,99€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover hat etwas besonderes. Ich bin mir nicht sicher, was es ist, aber es hat sofort meinen Blick auf sich gezogen. Vielleicht ist es der Kontrast, der runden Formen der beiden Figuren zu den eckigen Formen der Schrift, oder die Farben. Auf jeden Fall gefällt mir das Cover wirklich sehr gut.

Zur Geschichte:
Lizzie war auf dem Weg nach Hause als Terroristen ihr einen Strich durch die Rechnung machten. Der überfüllte Flughafen von Dallas wird in Sekunden zu einem Ort der Schreckens, der Angst und der Todes. Alle sterben, alle bis auf Lizzie. Doch diese überlebt nicht nur, sie hat auch das Jenseits und den Totengott Yamaraj kennengelernt, der ihr "Afterworlds" nach und nach zeigt und in den Lizzie sich bald unsterblich verliebt.
Darcy hat innerhalb eines Monats ihren Roman geschrieben und daraufhin an einen grossen Verlag auf New York verkauft. Dort will sie nun hinziehen um ihr Leben als Schriftstellerin und Schöpferin von Afterworlds zu leben, ohne einen Plan zu haben, wie sie in New York eigentlich überleben will.

Meine Meinung:
Ich finde die Idee ist gut gelungen! Die beiden Geschichten wechseln sich in jedem Kapitel ab und nach und nach erfährt man mehr über Lizzie und über ihre Entstehung bzw. über die Entwicklung der Geschichte durch Darcy. Es war interessant zu sehen, was ein Autor durchmacht, wenn ein Buch nochmal komplett überarbeitet werden muss und dann nicht nur die eigene Meinung wichtig ist, sondern auch die des Verlags.
Die Figuren sind leider nicht ausgearbeitet worden. Darcy entwickelt sich ein bisschen unnatürlich. Aber wenn man davon absieht, ist sie ein netter Charakter, den man nicht unbedingt liebt, aber hassen wird man ihn auch nicht. Sie ist einfach sehr ungreifbar und vor Allem: ersetzbar! Was mich jedoch am Meisten gestört hat, war dass die zwischenmenschlichen Beziehungen hier entweder überhaupt nicht vorkamen oder unheimlich an den Haaren herbei gezogen waren. So waren da auf einmal Darcys beste Freunde, mit denen sie aber kaum kommuniziert hatte, seit sie in New York war. Die Charaktere kamen und verschwanden einfach ins Nichts.
Die Hauptfigur in Darcys Roman Lizzie ist auch nicht wirklich komplex. Sie wirkt ein bisschen wie die 0815-Highschool-Graue Maus die wir schon so oft in Filmen gesehen haben. Obwohl sie schreckliches durchlebt hat, habe ich nicht das Gefühl bekommen, dass diese Ereignisse sie in irgendeiner Form auch nur ansatzweise belasten würden. Das finde ich sehr schade, denn der Autor hätte hier richtig gut mit den psychischen Aspekten, der Angst, dem Schrecken und dem Trauma, arbeiten können. Lizzie aber ist total verknallt, freut sich, dass die nun mit Geistern kommunizieren kann und versucht Gerechtigkeit in die Welt zu bringen. Trotzdem ist ihre Geschichte irgendwie interessant, auch wenn ich im Nachhinein nicht sagen kann, was konkret mir gefallen hat.
Der Schreibstil der Autors ist nicht aussergewöhnlich toll, aber gut zu lesen. Was mir gefallen hat, ist dass ich im Laufe des Buches wirklich das Gefühl hatte, dass Scott Westerfeld eigentlich nur die Geschichte einer jungen Autorin erzählt. Das Buch im Buch, Afterworlds, jedoch eigentlich wirklich von Darcy geschrieben wurde und gar nicht von ihm.

Fazit:
Das Buch hat mir gefallen, die Idee ist toll, die Umsetzung jedoch, hätte aber besser sein können. Mir haben rundere Charaktere gefehlt, da auf den 700 Seiten wirklich genug Platz für diese sein sollte.

Lesenacht im September!

Hallihallo!!
Kaum hab ich den Ankündigungs-Post geschrieben, schon ist es auch schon Samstag. Ach wie die Zeit vergeht :DD

Die Lesenacht beginnt, wie ihr oben sehen könnt, um 19h und endet um 00h. Ich habe die Uhrzeiten verkürzt, da ich in letzter Zeit so um 22h ins Bett gehe und gesundheitlich noch nicht so ganz auf der Höhe bin..

[Ankündigung] Lesenacht im September

Hallo alle zusammen!
Erst einmal: Es tut mir leid, dass ich die letzten Tage/Wochen nicht so viel gepostet habe. Ich bin momentan etwas gesundheitlich angeschlagen, dazu kommen noch einige Uni-Sachen die geregelt werden mussten (und müssen) :D
Wie immer findet diese in der letzten Woche des Monats statt, also nächsten Samstag, dem 26. September. :) 
Sie beginnt, wie ihr oben sehen könnt, um 19h und endet um 00h. Ich habe die Uhrzeiten verkürzt, da ich in letzter Zeit so um 22h ins Bett gehe und wie gesagt, gesundheitlich noch nicht so ganz wieder da bin..

Alle sind herzlich dazu eingeladen mitzumachen!!

Anmeldung.
Ihr könnt euch bis nächsten Samstag 19h durch ein Kommentar anmelden. Egal wohin das Kommentar und es ist auch relativ egal wann ihr dazustosst, falls ihr später anfangt. Naja, ausser ihr wollt um 23h anfangen, das ist ja eher weniger der Sinn ^_^

Teilnehmer.

Wie Blut so rot von Marissa Meyer


Titel: Wie Blut so rot
Autor: Marissa Meyer
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 432
Verlag: Carlsen
Serie: Ja.
1. Wie Monde so silbern
2. Wie Blut so rot
3. Wie Sterne so golden
4. Wie Schnee so weiss
Genre: Dystopie
Preis: 19,90€
Hier Kaufen! 

Zum Cover:
Auch bei diesem Band, finde ich das Cover eher weniger schön. Es sieht für mich irgendwie billig aus. Ich weiss nicht woran es liegt, es ist einfach ein komische Gefühl, welches dieses Cover hinterlässt.

Zur Geschichte:
Nachdem Cinder in das Gefängnis des Commonwealths gesteckt wurde, setzt sie nun alles daran aus diesem zu entkommen und nach Afrika zu flüchten. Doch dies ist leichter gesagt als getan.
Auf der anderen Seite der Erde, sucht Scarlet verzweifelt nach ihrer Grossmutter, welche seit 2 ganzen Wochen spurlos verschwunden ist. Während sie sucht, stösst sie nach und nach auf Geheimnisse im Leben ihrer Grossmutter, von denen sie nie etwas geahnt hatte. Ist ihre Grossmutter wirklich die Person, für die sie sie hält? Und was weiss Wolf, der mysteriöse Strassenkämpfer, der offensichtlich selbst einige sehr dunkele Geheimnisse hütet?

Meine Meinung:
Das Buch beginnt quasi Sekunden nach dem Band 1 endete, Cinder versucht aus dem Gefängnis zu entfliehen. Doch in diesem Band geht es nicht nur um Cinder. Es dreht sich hauptsächlich um Scarlet, die ihre Grossmutter sucht und aus Frankreich, genauer gesagt aus Rieux, kommt. Nach dem Aschenputtel oder Cinderella im vorherigen Band als Vorlage genutzt wurde, kommt in diesem Band Rotkäppchen zum Zuge, inklusive des grossen bösen Wolfs, der, wer hätte es gedacht, Wolf heisst.
Die Geschichte braucht ein bisschen um in Schwung zu kommen. Langsam lernen wir Scarlet kennen, ihren sehr eigenwilligen Charakter und ihre ziemlich eindrucksvolle Ignoranz gegenüber den Konsequenzen ihres tuns. Aber das ist nur eine Nebensächlichkeit, denn Scarlet ist eigentlich ein ziemlich gut durchdachter Charakter. Sie ist sehr action-lastig, ich meine, sie trägt eine Pistole am Gürtel und zögert nicht diese auch zu benutzen wenn die Situation es erfordert. Genau so wie Cinder in Band 1, ist sie zielstrebig und möchte alles erreichen, was sie sich vornimmt.
Desweiteren, werden noch andere neue Charaktere vorgestellt. Da ist auf der einen Seite Wolf, über den ich nicht viel schreiben möchte, wegen Spoilergefahr, der aber den Teil der mysteriösen Typs übernimmt. Auf der Anderen, ist da Throne, oder auch Captain Carswell Throne, welcher nicht nur ein weltweit gesuchter Sträfling ist, sondern auch ein bisschen Feuer ins Spiel bringt. Wie auch immer, ich fand die zwischenmenschlichen Beziehungen in diesem Band nicht ganz gelungen. Vieles wirkte künstlich und war einfach zu schnell, als das es hätte real wirken können. Auch die bereits entstandenen Beziehungen aus Band 1 wurden irgendwie gekappt, was ich sehr schade fand.
Trotz der künstlichen Beziehungen, habe ich dieses Buch geliebt! Der Schreibstil der Autorin ist immer noch unheimlich gradlinig. Obwohl sich die Handlungsstränge (Cinder und Scarlet) immer wieder abwechseln, war es einfach in die jeweilige Situation zu gelangen ohne grossartig darüber nachdenken zu müssen.

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung, mit durchdachten Charakteren und einem schönen Schreibstil. Leider bekomme ich langsam das Gefühl, als würde die von Marissa Meyer geschaffene Welt zu gross für diese Bücher sein..

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer


Titel: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Veröffentlicht: 2013
Seitenzahl: 384
Verlag: Carlsen
Serie: Ja.
1. Wie Monde so silbern
2. Wie Blut so rot
3. Wie Sterne so golden
4. Wie Schnee so weiss
Genre: Dystopie
Preis: 18,90€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover ehrlich gesagt überhaupt nicht schön. Das mit den Schuhen, als Hinweis auf Cinderella, ist eine gute Idee, aber irgendwie langweilig.

Zur Geschichte:
Cinder ist ein Cyborg. Das heisst, einiger ihrer Körperteile wurden durch Prothesen ersetzt, was sie zu einer der Minderheiten der Gesellschaft Neu-Pekings macht. Nicht nur das, sie ist auch adoptiert worden, wird von ihrer Stiefmutter schlecht behandelt und muss für den Lebensstil dieser und ihrer Stiefschwestern schuften. Durch ihre harte Arbeit als Mechanikerin auf dem örtlichen Markt, hat sie sich einen guten Ruf geschaffen und so ist es kein Wunder, dass Prinz Kai mit seinem Android bei ihr auftaucht um diesen reparieren zu lassen. Doch obwohl Kai ein lebensfroher junger Mann zu sein scheint, muss er gegen die Pandemie Letumose kämpfen, die nicht nur die Bevölkerung betrifft, sondern auch seinen Vater. Dazu kommt noch, dass die hinterhältige Königin von Luna einen Besuch plant um sich an Kai zu binden. Ohne es gewollt zu haben, sieht sich Cinder in politische Konflikte verwickelt, die nicht nur für Kai von grosser Bedeutung sind.

Meine Meinung:
Die Idee ist ja mal der Hammer! Eine futuristische Cinderella ist mir auch noch nicht untergekommen. Die Geschichte an sich ist (natürlich) an Cinderella, also, Aschenputtel angelehnt. Von der armen adoptierten Cinder über die schreckliche Stiefmutter, die ihre eigenen Töchter verhätschelt, während Cinder dies durch ihre Arbeit finanziert.
Doch Cinder ist nicht wie Aschenputtel. Sie hat echt Feuer unterm Hintern und das liegt nicht nur daran, dass sie ein Cyborg ist. Obwohl sie eine scheussliche Stiefmutter hat, ist ihr Leben ziemlich liberal. Sie kann zwar nicht tun was sie will, aber wenn sie eine Chance bekommt, wird diese sofort ergriffen. Endlich mal ein Mädel in einem YA-Roman, das unabhängig genug ist, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Was mir auch gefallen hat, ist dass Cinder Asiatin ist. Ich weiss, klingt komisch, aber wenn ich so in mein Regal gucke, sind alle Protagonistinnen meistens weiss, wenn nicht sogar blond und blauäugig, da ist eine Cyborg-Asiatin mal was anderes!
Leider ist sie aber auch etwas schwer von Begriff. So wurden nach und nach immer mehr Infos preisgegeben, aber sie selbst war nicht in der Lage sich ein Gesamtbild zu bilden und damit ein grosses Geheimnis zu entdecken..
Prinz Kai blieb mir zu Wischiwaschi. Wir lernen ihn fast gar nicht kennen, wodurch auch nicht nur ein unscharfes Bild, sondern auch kein Prinz Charming erzeugt wurde. Die anderen Nebencharaktere sind zwar eben nur das, aber sie sind wenigstens so durchdacht, dass sie die Geschichte auch ein bisschen tragen. Ohne Iko wäre das Buch nur halb so lustig!
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen. Es kommen keine Schimpfwörter vor, was ich wirklich begrüsse (vor Allem nach Büchern wie die von Maggie Steifvater) und es ist nicht unheimlich detailliert geschrieben. Durch diesen Schreibstil und der spannenden Geschichte, ist das Buch ein richtiger Pageturner!

Fazit:
Eine aussergewöhnliche Idee, kombiniert mit einem schönen Schreibstil und einer unabhängigen Protagonistin, die zwar manchmal etwas schwer von Begriff ist, aber trotzdem sympathisch bleibt.

Ich will doch bloss sterben, Papa von Michael Schofield

Titel: Ich will doch bloss sterben, Papa
Autor: Michael Schofield
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 336
Verlag: Kösel
Serie: Nein.
Genre: Biographie / Sachbuch
Preis: 19,99€
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Zum Cover:
Das Cover ist super schlicht. Ich hätte es wahrscheinlich nie in die Hand genommen, wäre da nicht dieser herzzerreissende Titel.

Zur Geschichte:
Jani war ein Wunschkind, das Leben ihrer Eltern ist nun perfekt. Doch schon von Anfang an ist Janni anders als die anderen Kinder. Sie schläft nicht durch, maximal 5 Stunden die Nacht und dies nur in 20 Minuten Intervallen, Ihre Eltern müssen sie ständig bespassen, damit sie auch nur ansatzweise ruhig ist und als dann irgendwann noch ihre hunderte imaginären Freunde dazustossen, sind die Eltern sich sicher, dass etwas nicht stimmt. Es beginnt ein Ärzte-Marathon, der nicht nur zur Belastung für Janni wird, sondern auch für die Eltern.

Meine Meinung:
Oh Mann.. Ich bin wirklich hin und hergerissen! Auf der einen Seite, habe ich dieses Buch verschlungen. Auf der Anderen, habe ich mit einer riesigen Wut im Bauch gelesen. Aber erst einmal zum positiven:
Das Buch lässt sich unheimlich gut lesen. Der Schreibstil des Autors, welcher auch gleichzeitig der Vater von Janni (oder Jani, worauf sie jetzt nur noch hört) ist sehr emotional und gefühlvoll geschrieben. Er beschreibt den Weg zur endgültigen Diagnose sehr, sehr ehrlich. An vielen Stellen musste ich den Kopf schütteln, weshalb jemand so etwas über sich selbst schreibt, denn nicht alles was Herr Schofield über sich von sich gibt, ist das Gelbe vom Ei. Doch man merkt schnell, das dieser Vater alles für seine kranke Tochter tun würde und ihm der Rest der Welt so was von egal ist, hauptsache Jani geht es gut!
Leider hat mich der Erziehungsstil der beiden Eltern überhaupt nicht zugesagt. Es fängt damit an, dass Jani alles machen darf was sie will und ihr keine Grenzen gesetzt werden. Als den Eltern empfohlen wird, dies endlich zu tun, tut sich Michael unheimlich schwer damit, währen Susan (die Mutter) immer wieder dazwischen redet, dass er sie doch lassen sollte. Dies artet nicht selten in Streits aus, erst nur vor Jani, dann auch vor Bodhi, ihrem kleinen Bruder, ausgetragen werden. Doch nicht nur das, es wird direkt vor der Kleinen diskutiert, wie unnormal sie sich verhält und welche psychische Krankheit sie haben könnte. Ich selbst habe keine Kinder, aber es ist doch eigentlich gesunder Menschenverstand, nicht vor seinen Kindern schlecht über diese zu reden, oder nicht?
Bei einem weiteren Vorfall, bei dem ich mir leider nicht die Seitenzahl aufgeschrieben habe, erzählt Michael Schofield stolz, dass er Jani stundenlang in ihren vollgemachten Windeln liegen lassen konnte, ohne dass sie dies gestört hätte. Entschuldigung aber wie kaputt ist das denn?!
Generell ist die Einstellung Michaels sehr absurd. Er sieht sich selbst als das Zentrum der Welt. Nur er versteht wie intelligent Jani eigentlich ist (sie hat einen IQ von 146, was auch wiederholt von ihm erwähnt wird), alle anderen, inklusive Ärzten haben keine Ahnung davon. So kommt es bei Fragen von einem Psychiater, woher denn die sechsjährige Jani weiss, was Schizophrenie ist, die Erklärung sie wäre unheimlich intelligent. Es ist klar, dass für Eltern ihr Kind etwas besonderes ist, aber alles hat seine Grenzen. Man kann mir doch nicht erzählen, dass ein kleines Kind nachgeschlagen hat, was Schizophrenie ist, ohne dieses Wort jemals gehört zu haben...

Fazit:
Ein ergreifendes Buch über die Liebe eines Vaters, welches wunderschön geschrieben ist aber auch dem Leser ein bitteren Nachgeschmack gibt.
Falls der "Fall" euch weiter interessieren sollte, empfehle ich euch auf jeden Fall die Dokumentationen bei Youtube zu schauen. Dort sieht man auch, dass mittlerweile auch Janis kleiner Bruder, Bodhi, etwas seltsam handelt. Ob dies nun eine echte Krankheit ist, oder nur das Nachahmen seiner Schwester, lasse ich mal so dahin gestellt.



Vielen Dank an den Kösel Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Gelöscht von Teri Terry


Titel: Gelöscht
Autor: Teri Terry
Veröffentlicht: 2013
Seitenzahl: 432
Verlag: Coppenrath
Serie: Ja.
1. Gelöscht
2. Zersplittert
3. Bezwungen
Genre: Dystopie
Preis: 17,95
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Zum Cover:
Ich liebe, liebe, liebe dieses Cover! Es ist so dystopie-haft, dass es fast schon zum schreien ist. Der Blick das Mädchens, welches wahrscheinlich Kyla ist, ist so leer, so passend zu der Geschichte!

Zur Geschichte:
Kyla wurde "geslated", ihr gesamtes Gedächtnis wurde entfernt weil sie eine Terroristin war. Nun weiss sie nicht nur nichts über sich selbst, sondern muss auch neu lernen in der Welt zurecht zu kommen. Durch ein Resozialisierungsprogramm der Regierung, wird Kyla in eine Familie gebracht, die sie an ihr neues Leben heranführen soll, doch schon bald merkt sie, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Ihre neue Schwester, die ebenso wie sie geslated wurde, verhält sich ganz anders als Kyla und sie hat auch nicht diese schrecklichen Albträume, die sie das Leben kosten könnten. Kyla begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit, die vielleicht gefährlicher ist, als zuerst gedacht.

Meine Meinung:
Die Geschichte braucht ein bisschen um in Fahrt zu kommen, das ist allerdings nicht grossartig schlimm, denn wenn man diesen kurzen Teil überwunden hat, wird es spannend! Nach und nach werden Rätsel in die Geschichte eingebunden, die mich dazu gebracht haben, immer weiter zu lesen. Dies fängt schon bei Kyla an. Da sie geslated wurde, erinnert sie sich kein bisschen an ihr vorheriger Leben. Nicht nur sie, auch der Leser kann sich kaum vorstellen, dass dieses nette Mädchen eine Terroristin gewesen sein soll. Weiter geht es mit den Träumen, die oft Andeutungen auf ihre Vergangenheit zu sein scheinen.
Vieles in diesem Buch geschieht auf psychischer Ebene und weniger auf physikalischer. Eigentlich passiert action-technisch rein gar nichts, aber Kyla's Gedanken treiben die Geschichte einfach immer weiter, ohne Rücksicht auf mögliche Verwirrung zu nehmen. So stellt sie Hypothesen an, die sie einige Seiten weiter wieder verwirft. Dadurch entsteht auch beim Leser ein Art der Verwirrung und des Gefühls, niemandem trauen zu können.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und sehr angenehm zu lesen. Auch die Kapitel wurden ziemlich kurz gehalten. Dies und der einfache Schreibstil machen aus dem Buch einen richtigen Pageturner und obwohl man nur noch ein paar Seiten lesen wollte, findet man sich schon fast am Ende des Buches wieder.

Fazit:
Ein gelungener Reihenauftakt der nicht nur viel Spannung, sondern auch eine interessante Geschichte für die Folgebände verspricht.

Wer die Lilie träumt von Maggie Stiefvater


Titel: Wer die Lilie träumt
Autor: Maggie Stiefvater
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 528
Verlag: Script 5
Serie: Ja.
1. Wen der Rabe ruft
2. Wer die Lilie träumt
3. Was die Spiegel wissen
4. The Raven King (ET Englisch: Mai 2016)
Genre: Urban Fantasy
Preis: 18,95€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover wirklich schön! Die Farben sind toll gewählt und die Vasen wirken als wären es Schachfiguren auf einem grossen Schachbrett. Die Lilien sind sehr schön gemalt, aber auch hier (wie bei Band 1) erscheinen die Stängel zu lang für die Blume an sich, was dem ganzen diesen schon erwähnten Tim Burton-Creepy-Style gibt.

Zur Geschichte:
Blue, Gansey, Ronan, Adam und Noah sind immer noch auf der Suche nach dem schlafenden König, Glendower. Doch ihre Suche wird von verschiedenen Umständen, unter Anderem Verstimmungen innerhalb der Gruppe, gebremst. Blue weiss nicht recht, wie sie mit ihrer Prophezeiung umgehen soll, gerade jetzt, wo sie es immer schwerer findet nicht Ganseys Charme zu verfallen. Ronan begibt sich immer häufiger in brenzlige Situationen die nicht nur für ihn gefährlich enden können. Und Adam ist generell mit seiner Situation unzufrieden. Obwohl die Freunde langsamer vorran kommen, haben sie nun Ronans Gabe, mit der er Sachen aus seinen Träumen Wirklichkeit werden lassen kann, auf ihrer Seite. Doch Ronan ist nicht der Einzige, der Wünsche einfach real träumen kann.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch war der absolute HORROR! Ich habe ca. 200 Seiten lesen müssen, in denen ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, weshalb ich es mir eigentlich antue, um dann endlich auf einen etwas spannenderen grünen Zweig zu gelangen. Wie auch im ersten Band, beginnt die Autorin damit Fragen, Fäden und Sonstiges in den Raum zu werfen, welche mich total verwirrt haben, da sie einfach überhaupt keinen Sinn ergeben haben. Ich finde es ja toll, wenn man nicht zu Beginn direkt alles weiss. Aber wenn ich mich alle 2-3 Absätze fragen muss, was ich nun mit der neuerhaltenen Info tun soll, wird das wirklich zu viel.
Die Geschichte an sich ist leider ziemlich trocken. Ich hätte erwartet, dass die Suche nach Glendower nun so langsam richtig Fahrt auf nimmt. Denkste! Das komplette Buch ist eigentlich nur eine Beschreibung der Situation in der sich die Protagonisten nach dem Ende des ersten Buches befinden. Die ersten 200 Seiten waren todlangweilig. Nichts ist passiert bzw. nichts was irgendwie spannend wäre und irgendwie haben wir nur neue Fragen aufgeworfen bekommen. Aber dann!! Ab etwa der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte rasant an Spannung zu. Es geschehen so viele Dinge, das man gar nicht weiss wo man überhaupt hinschauen soll. Die Charaktere haben die Geschichte so gut vorangetrieben und so toll beendet, dass ich nun einfach weiter lesen MUSS!
In diesem Buch ist Ronan der "Haupt-Protagonist". Alles dreht sich nur um ihn und seine Gabe, was nicht schlecht ist, da diese wirklich sehr detailreich ausgearbeitet und auf jede noch so kleine Ungereimtheit eine Lösung gefunden wurde. Wir lernen ihn nach und nach etwas besser kennen, verstehen langsam weshalb er so ist wie er ist und fiebern am Ende mit ihm mit! Doch nicht nur Ronan, auch die anderen Charaktere werden weiter vertieft. Vor Allem Adam kommt in diesem Band wirklich zum Zug. Nach dem ich im ersten Band gedacht habe, er wäre einfach nur ein Statist, wurde in diesem Band ein greifbarer Charakter, der sich nicht nur versteckt, sondern auch etwas mehr Selbstbewusstsein entwickelt.
Der einzige Charakter, der nicht runder wurde, war Noah. Er erscheint zwar, aber ist noch schemenhafter als in Band 1. Ich finde das sehr schade, da er ein Charakter ist, der sehr gut entwickelt werden könnte, wie man in einer bestimmten Szene mit Blue sieht, die einfach rührend ist! Aber vielleicht lässt sich Maggie Stiefvater auch nur ein bisschen Freiraum, damit sie am Ende doch noch alle Fäden verknüpfen kann.
Der Schreibstil der Autorin ist wieder seehr ausschweifend! Ich hatte während des Lesens das Gefühl das jedes noch so kleine Staubkorn von allen Seiten analysiert und verbildlicht wird. Dies hat leider den Lesefluss gestört und die Geschichte zu Beginn sehr langwierig erscheinen lassen.

Fazit:
Ein leider sehr schwacher Start mit einem rasanten Ende, durch das man sofort weiterlesen möchte. Wäre der Schreibstil nicht so ausschweifend, wäre das Leseerlebnis von Beginn an toll!

August 2015

Yay! Ferieen! Ich hab echt viel gelesen. Ich bin richtig stolz auf mich :D