Das Tal - Das Spiel von Krystyna Kuhn


Titel: Das Tal - Das Spiel
Autor: Krystyna Kuhn
Veröffentlicht: 2010
Seitenzahl: 304
Verlag: Arena
Serie: Ja.
1.1. Das Tal - Das Spiel
1.2. Das Tal - Die Katastrophe
1.3. Das Tal - Der Sturm
1.4. Das Tal - Die Prophezeiung
Genre: Jugendbuch Mystery
Preis: 6,99€

Zum Cover:
Naja, das Cover ist jetzt nicht unbedingt der Hammer. Doch obwohl es so simpel ist, gefällt es mir, dass jedes Cover der Reihe gleich ist und sich nur die Farben ändern. Trotzdem wäre es nicht ein Cover zu dem ich im Buchladen neben tausenden anderen Büchern als erstes greifen würde.

Zur Geschichte:
Julia und ihr Bruder Robert sind neu am Grace College, dem Elite-College in den kanadischen Bergen. Abgelegen vom Rest der Zivilisation werden hier die zukünftigen Bankenchefs und Präsidenten ausgebildet und unterrichtet. Doch irgendwas stimmt nicht mit dem Tal in dem sich das Grace befindet; es ist nicht bei Google Earth aufzufinden und auch Tiere scheinen das Tal zu meiden. Ausserdem ist in den 70ern eine Gruppe Jugendlicher auf einer Berg-Tour verschwunden und wurde seit dem nie wieder gesehen. Schon bald werden Julia und ihre Freunde entdecken, dass nichts so ist wie es zu sein scheint.

Meine Meinung:
Ich bin vollkommen unvoreingenommen an das Buch heran gegangen. Nicht weil ich nichts positives gehört hatte, sondern weil ich mir das Buch nie näher angeguckt habe, weil ich vor "Season"-Reihen irgendwie zurückschrecke. Als ich es dann als 50 Jahre-Arena Geschenk bekam, hab ich mich dann aber doch dazu durchgerungen es zu lesen.

Die Story an sich ist gut durchdacht. Nach und nach entwickelt die Autorin Handlungsfäden die immer mehr Fragen aufwerfen um einige dieser Fragen zu beantworten und andere noch mysteriöser werden zu lassen. Wir begleiten Julia und Robert, welche 1 Woche nach Semesterbeginn im College ankommen und sich weit weg von der nächsten Stadt einleben müssen. Mir hat es sehr gut gefallen die Geschichte aus einer personalen Erzählperspektive geschildert wurde. So sind sowohl wir, als auch die beiden Protagonisten, unsicher ob man den Menschen vertrauen kann oder nicht. Gerade diese Perspektive macht die Geschichte an sich noch mysteriöser.

Die Charaktere sind sehr individuell. Julia scheint allen gegenüber das "Sonnenscheinchen"( oder wie sie es nennt "Everybody's Darling") zu sein, doch unter dieser Fassade stecken Geheimnisse, die fast krümelweise ans Licht kommen, obwohl sie dies mit aller Kraft zu verhindern versucht. Trotz ihrer gegenüber den meisten anderen Charakteren ziemlich kalt und reserviert wirkenden Persönlichkeit, taut sie auf, wenn es sich um ihren Bruder handelt, von dem sie sich gleichzeitig jedoch auch unter Druck gesetzt fühlt, sich um ihn zu kümmern.
Robert fand ich am interessantesten. Er ist sehr intelligent und macht als einziger Charakter den Anschein wirklich auf dieses College zu gehören. Obwohl in viele als komisch bezeichnen, bleibt er so wie er ist, was ihn sehr sympathisch macht. Ich hoffe in den nächsten Bänden bekommen wir noch mehr von ihm zu sehen.
Von Julias Mitbewohnerinnen ist mir Debbie am meisten aufgefallen. Sie ist einfach nur nervig. Sie wäre die absolut letzte Person mit der ich meine Zeit verbringen wollen würde und ich kann nur beten, dass sie keine tragende Rolle spielen wird (auch wenn ich an dieser Hoffnung zweifle).
Roberts Mitbewohner sind alle irgendwie untergegangen. Ben, der mit den Drogen, Chris, der auf Julia steht und David, der.. ja was ist eigentlich mit David?
Im gesamten Buch über, lernen wir nur Julia etwas näher kennen. Ich hoffe, dass die restlichen Bücher sich mehr mit den anderen Charakteren beschäftigen (bis auf Debbie.. bitte!).

Der Schreibstil der Autorin ist einfach zu lesen. Sie versteht sich darauf Spannung zu erzeugen und lässt diese Fähigkeit skrupellos am Leser aus. Mir hat ein bisschen das "Elite-flair" gefehlt, wird doch so häufig betont, dass das Grace ein Elite College ist. Die Charaktere hätten alle schlichtweg in jede 0815-Uni gepasst.

Fazit:
Ein spannender Reihenauftakt, der unvorhersehbar war und Lust auf mehr macht.


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