Lasst uns schweigen wie ein Grab von Julie Berry


Titel: Lasst uns schweigen wie ein Grab 
Autor: Julie Berry
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 304
Verlag: Thienemann Esslinger
Serie: Nein.
Genre: Jugendbuch
Preis: 12,99€


Zum Cover:
Ich finde das Cover wirklich sehr schön. Die Farben sind schön gewählt und die Perspektive ist komplett neu. Das Cover hebt sich wirklich von anderen Büchern ab. Obwohl es gezeichnet ist, sieht es nicht aus wie ein Kinderbuch, was ich sehr gut finde, weil der Inhalt garantiert nicht für Kinder ist.

Zur Geschichte:
Als bei dem routinierten Sonntagsessen auf einmal sowohl die Schuldirektorin als auch ihr Bruder tot umkippen, stehen die Schülerinnen des Mädcheninternats Saint Etheldreda vor der Wahl: entweder sie melden den Tod ihrer Schulleiterin und werden nach Hause geschickt oder sie sagen nichts und bleiben zusammen. Die Wahl fällt nicht schwer und schon bald schaufeln die Mädchen ein Loch in den Garten. Doch so einfach ist die Vertuschung nicht, die Mädchen erzählen immer mehr Lügen und das, obwohl der wahre Mörder immer noch auf freiem Fuß ist.
Meine Meinung:
Die Autorin wirft uns direkt in den Tatort kurz vor der Tat. Die unschuldigen Mädchen machen einen lieben, etwas von ihrer Schulleiterin genervten Eindruck. Doch das ändert sich sehr bald. Kaum sind Schulleiterin und Bruder umgekippt, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Und das wird unheimlich lustig.

Wir werden direkt mit sieben Protagonistinnen konfrontiert: Mary Jane "ungeniert", Martha "einfältig", Alice "robust", Kitty "schlau", Louise "pockennarbig", Elinor "düster" und Roberta "liebenswert". Trotz der Beinamen, die ein bisschen zur Unterscheidung beitragen, muss ich ehrlich gestehen: bis auf Alice, Kitty und Elinor habe ich die anderen zu Beginn konstant durcheinander geworfen. Irgendwann wurde es dann besser, aber bis ich dabei angekommen war, war es doch etwas nervig.

Die Mädchen sind alle ungefähr zwischen 12 und 18 Jahre alt. Es war etwas gewöhnungsbedürftig, dass auch schon die 12-jährigen so abgebrüht sind, aber wenn man bedenkt, dass das Buch im 19. Jahrhundert spielt, erklärt sich einiges. Die Sieben haben sich im Laufe des Buches von einer Gruppe junger Frauen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft entwickelt, die mit mehr Glück als Verstand ihr Spiel versucht aufrecht zu erhalten. Dabei entstehen ungewollt komische Situationen, die einen als Leser zum schmunzeln bringen können und mir nicht nur ein lautes Lachen hervorgerufen haben.

Auch der Schreibstil der Autorin ist an die Zeit angepasst. Während es zu Beginn etwas hochgestochen klingt, trägt dieser Schreibstil einen großen Teil dazu bei, dass ich mich zu 100% in die Geschichte und in die Zeit einfühlen konnte. Ich habe mich innerhalb weniger Seiten in das 19. Jahrhundert zurückversetzt gesehen und wurde auf einmal zu einer Komplizin der Mädchen.

Fazit:
Eine lustige, unterhaltsame Geschichte, welche mit viel schwarzem Humor gespickt ist und mir humorvolle Lesestunden bereitet hat. 


1 Kommentar:

  1. Hi Henny!

    Das Buch hab ich auch erst kürzlich gelesen und ich war total amüsiert über diese "abgebrühten" Damen :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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