Chinesische Kammerjäger vs. Chinesische Kakerlaken

Ich weiss nicht ob ihr wisst wie es so in Ostasien mit Hygiene und so aussieht. Es ist hier in China einfach... nicht so sauber wie in Deutschland (aber wo ist es schon so...). Das schlimmste woran wir uns gewöhnen mussten waren die Kakerlaken die sogar die Wände hochgeklettert sind. Sie waren jetzt nicht riesig wie die die ich aus Spanien kenne, jedoch waren es viele und, wie gesagt, sie konnten klettern.

Nachdem wir uns in typisch deutscher Manier mindestens 20 mal beschwert haben, dass so viele Kakerlaken durch unsere Zimmer rennen würden, hat die Uni einen Kammerjäger organisiert der einmal durch das komplette Gebäude gehen sollte und diese blöden Viecher vernichten musste. Als dieser dann Mittwoch Morgen kam, haben wir uns alle eigentlich ziemlich verarscht gefühlt.

Das ganze "auslöschen der Kakerlaken" begann so: eine der Sekretärinnen klopfte an unsere Tür die wir dann aufmachten um den Herren mit seinem Vernichtungszeug hinein zu lassen. Wir hatten im vornherein das Zimmer aufgeräumt und die Möbel etwas von den Wänden gerückt damit er hinter diese gelangen konnte. Also kam er und die liebe Sekretärin von unten in unser Zimmer. Er lief einmal im Kreis und lies dabei eine durchsichtige Flüssigkeit aus einem Kanister auf den Boden laufen. Dann gingen sie und wir wurden verdutzt drein blickend in unserem, nun mit irgendeinem Gift versetzten Zimmer, allein gelassen.

Wie gesagt; wir haben uns ziemlich verascht gefühlt. Jedoch hat dieses Zeug wohl wirklich geholfen. Die Kakerlaken die hineingelaufen sind sind gestorben. Aber auch nur die die auch wirklich da hin gelaufen sind...

Der Neue Sommerpalast und Wangfujing

Neuer Sommerpalast

Heute Morgen bin ich super früh los gefahren um rechtzeitig beim Sommerpalast zu sein. Ich war etwas später als erhofft dort doch ich kam schnell an mein Ticket und kam auch schnell in den Palast hinein. Kaum drinnen, schon kamen die ersten Chinesinnen um mich zu fragen ob sie ein Photo mit mir machen könnten. Nachdem ich für gefühlte 100 Photos gegrinst hatte, durfte ich endlich weiter gehen und mir den Park und Palast angucken.
Ich war wohl eine der wenigen „Westler“ hier weswegen ich mich noch nicht einmal hinsetzen konnte ohne sofort nach Photos gefragt zu werden. Die erste Zeit war es ja noch ganz lustig, doch als ich mich auf den Rasen gelegt hatte um mich ein bisschen auszuruhen und einfach jemand Photos von mir gemacht hatte, fing es echt an zu nerven. Ich hab mich ein bisschen wie ein Tier im Zoo gefühlt...
Der Park an sich ist echt schön und riesig gross. Ich habe noch nicht einmal Central Park so gross in Erinnerung. Kann aber auch daran liegen dass es hier brühend heiss ist und jeder Schritt im Herzen weh tut.
Als der Park bzw. der Palast zumachte bin ich sofort nach hause gefahren. Ich hatte schliesslich den gesamten Tag dort verbracht und war jetzt dementsprechend müde.

Ich bin also zurück ins Wohnheim und hab mich fertig gemacht um mit Rike und Franzi essen zu gehen. Wir sind in einen Wok in der Mall gegangen der super lecker sein sollte. Davon haben wir leider nichts gemerkt. Er war sooo ekelhaft!!

Am nächsten Tag, nach dem Unterricht, sind Rike, Franzi und ich zur U-Bahn gegangen um uns eine Karte machen zu lassen die dann quasi nur aufgeladen wird und mit der man U-Bahn und Busse bezahlt. Sie kostet 40RMB ist aber schon mit 20RMB aufgeladen. Danach sind wir zum Tian'anmen gefahren.
Menschenmassen die sich vorm Regen schützen
Als wir in die U-Bahn einstiegen schien die Sonne, als wir ausstiegen war alles bewölkt und es regnete sogar! Trotzdem machten wir ein paar Fotos mit nassen Haaren. Wir konnten den Eingang zum Museum nicht finden, weswegen wir einfach weiter gingen. Irgendwann kamen wir am WangFuJing an, der schon einmal erwähnten Einkaufsstrasse. Wir gingen in eine Mall wo wir uns einen Rock anprobierten den wir letztendlich auch kauften.

Beijing Culture and Language University und die Grosse Mauer


Damit wir in einen Kurs kamen der unserem Sprachniveau entsprach mussten wir einen kurzen Einstufungstest machen bei dem wir mit unseren Lehrerinnen sprechen uns etwas vorlesen sollten. Die meisten von uns sind in den B-Kurs gekommen.

Nachdem wir eingestuft waren mussten wir noch einiges am Papierkram machen. Diese Uni ist sehr unorganisiert. Es gibt nichts wie eine Zentralverwaltung oder so, sondern muss mann von Punkt A zu Punkt B um dann zu Punkt C und wieder zu Punkt A zu laufen. Und das bei der Hitze... Aber letztendlich habe ich es doch geschafft mein Wohnheim, die Studiengebühren, die Bücher usw. abzuholen.
Nach Organisation und anderweitigem Papierkram bin ich mit einer Freundin durch die Umgebung gelaufen. Unsere Uni liegt ja Gott sei dank recht zentral und so waren Supermärkte, Malls, Karaoke-Center, usw. alle in unmittelbarer Nähe.

Die Grosse Mauer


Heute sind wir alle zur grossen Mauer gefahren. Um 7:20 sollten wir uns auf dem Parkplatz vor dem Uni Hauptgebäude zusammenfinden um dann gemeinsam in die Busse zu steigen und los zu fahren. Nach 2 Stunden fahrt auf der wir alle geschlafen haben, sind wir endlich dort angekommen. Ich bin mit Evelyn und Lola den Weg hoch zur Mauer gelaufen. Das war richtig anstrengend, doch als wir endlich oben angekommen waren... gingen die Stufen noch weiter. Wir sind NATÜRLICH zum steilsten Stück der Mauer gefahren und hatten nun Stufen von 50cm höhe vor uns.
Trotzdem ist es wunderschön. Wir hatte auch super gutes Wetter, weswegen wir sehr weit gucken konnten ohne vom Smog behindert zu werden.
Um 12 ungefähr sind wir zur Uni zurück gefahren. Nachdem ich was zu Mittag gegessen hatte, bin ich mit dem Bus zu einem Elektronikladen gefahren um eine SD Karte zu kaufen, da ich keine hatte. Bus fahren ist etwas anders als in Deutschland. Als Passagier interagiert man in keinster Weise mit dem Fahrer. Noch nicht einmal um die Tickets zu kaufen. Dafür gibt es eine extra Ticketverkäuferin die auch die Haltestellen ansagt und den Rest regelt. Der Fahrer fährt nur, was bei dem Verkehr hier echt gut ist!
Vom Laden aus bin ich mit der UBahn zum Neuen Sommerpalast gefahren um mich schon einmal zu situieren, da ich am nächsten Tag dort hin wollte. Es war sooo super voll!! Aber ich konnte so schon einmal rausfinden wie ich da hin komme und wieviel der Eintritt kostet.

Die Reise nach Peking

Nachdem ich um 6 aufgestanden war um alles in meiner Wohnung für meine Abwesenheit bereit zu machen, fuhren mich meine Grosseltern zum Düsseldorf Airport. Dort wurde mir, nachdem ich mich erst bei Air Berlin anstellte, von dort verscheucht wurde weil mein Flug zwar über AB gebucht wurde aber von Etihad ausgeführt wurde, ein Upgrade in die Businessclass angeboten für 303€. Ich hab es abgelehnt, was ich leider später bereuen würde da ich die Flüge über insgesamt ne halbe Stunde geschlafen habe...
Durch den Securitycheck durch, machte ich mich auf die Suche nach etwas zum Frühstücken.. Garnicht so leicht wenn mal eben eine 500ml Flasche Wasser locker mal 4€ kostet! Am Ende setzte ich mich ins Cafeteiro, wo ich ein Brötchen und einen Muffin bestellte. Ungefähr eine Stunde vor Abflug ging ich schonmal in Richtung Gate. Als ich dort ankam waren alle schon eingestiegen!! Ich war aber Gott sei dank nicht die letzte. Ich setzte mich neben einen älteren Herren der wohl als Handwerker durch die Weltgeschichte reist um das, was die anderen verhauen hatten, wieder zu richten. Auch nicht schlecht. Wir unterhielten uns jedoch nicht viel da er schlafen wollte und ich keine Lust hatte. Ich guckte ein paar Filme und las etwas zu Chemie. Eins muss man den arabischen Airlines lassen; der Kundenservice ist einfach grossartig! Zur Mittagszeit stand plötzlich eine Stewardess neben mir mit meinem Menü. Auf dem Kärtchen stand mein Name und meine Sitzplatznummer. Ich hatte beim buchen ja schliesslich angekreuzt das ich Vegetarierin bin.
In Abu Dhabi angekommen, traf ich auch sofort Alex, der der mit mir nach Peking fliegen würde. Zusammen durch die Ticketkontrolle und dort trafen wir Franzi und Rike, auch welche die mit uns in Peking den Sprachkurs machen würden und jetzt schon mit mir in einem Kurs in der Uni waren. Ich skypte noch kurz mit mama um ihr zu sagen dass ich angekommen war, und schon gings ins Flugzeug. Dort sass ich neben einer Chinesin die mit etwas über die Stadt, das Handeln und so weiter erzählte. Irgendwann switchten wir auch hier zum Filme und Serien gucken. In den gesamten 7 Stunden Flug hab ich die schon erwähnte halbe Stunde geschlafen und sonst nur irgendwas gemacht um Zeit tot zu schlagen.
Heute sind wir um 9:50 in Peking angekommen... knapp 24 Stunden Reise lagen dann hinter mir und ich wusste nicht dass es noch lange weiter gehen würde. Erst, wollten wir im Taxi zur Uni fahren. Doch die Taxifahrer wollten 800 RMB dafür (umgerechnet an die 100€), wir wussten jedoch von Kommilitonen dass die fahrt nur zwischen 100 und 150 RMB kosten dürfte. Also entschlossen wir uns irgendwie anders zur Uni zu gelangen. Letztendlich fuhren wir mit einem Bus zu einer Brücke namens Xue Yuan Bridge. Da unsere Uni an der Xue Yuan Road liegt, dachten wir es währe wohl nicht soo weit entfernt.. von wegen. Erst einmal wussten wir garnicht in welche Richtung wir überhaupt laufen sollten. Also fragten wir eine Gruppe Chinesen die sich dazu bereit erklärten uns bis zur Uni zu begleiten. Sie nahmen sogar unser Gepäck und brachten uns bis zu unserem Wohnheim.

Nachdem wir ausgepackt hatten und uns geduscht hatten, liefen wir etwas über den Campus um organisatorischen hinter uns zu bringen. So ein Stress am ersten Tag!
Unser Zimmer für den nächsten Monat
Der Blick in den Pekinger Smog





Apropos: Die Betten sind wie... der Boden mir ner dünnen Decke drüber. Nur halt nicht so kalt...

Milano CS-Meeting

Gian ist morgens super früh zur Arbeit gefahren weswegen wir als wir aufstanden uns alleine in der Wohnung befanden. Wir riefen Samuele an, der sich am Tage zuvor angeboten hatte uns die Stadt zu zeigen. Wir trafen uns also ne Stunde später am Duomo und liefen dann durch die gaaanze Stadt. Wir haben so ziemlich ALLES gesehen was nur sehbar war. Von Parks über Plätze mit Statuen bis zur Sforza Burg (<3 Assassins Creed ftw).
 



Gegen Mittag verabschiedete sich Samuele, der auch noch zur Arbeit musste und wir wurden alleine auf die Stadt losgelassen. Wir sahen uns die Reichen beim shoppen an (Vía Montenapoleone ist einfach nur eins: teuer) um dann später auch etwas einzukaufen und dann essen zu gehen (in einer natürlich komplett anderen Preisklasse).

Wir gingen die Naviglio Pavese auf und ab, ein super schöner Ort mit wunderschönen italienischen Gassen und Katzen die sich mitten auf der Strasse die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Dann sind wir in Richtung Museo della Scienza e Tecnologia di Leonardo da Vinci, auf dem Weg dorthin haben wir uns jedoch erstmal verloren.. wir endeten nicht weit vom Museum entfernt bei der Universitá Católica die neben der Basílika di Sant'Ambrogio ist. Ich bin ja echt kein Kirchen-fan oder so, aber die war echt schön.

Als wir uns dann doch zum Museum verirrten war dieses leider schon geschlossen. Daraufhin beschlossen wir zum Monumental Friedhof zu fahren. Dieser schloss aber 10 Minuten nachdem wir ankamen.. scheiss Timing heute. Also fuhren wir nach Hause wo schon Gian, Zhixing (oder Angelia genannt) und Anna auf uns warteten um essen zu gehen. Wir gingen in ein Restaurant dass sich auf eine Art Pizza spezialisiert hatte und nur diese eine verkaufte und trotzdem so voll war dass wir auf unseren Tisch warten mussten. Die Pizza, bzw. das riesige Stück was man bekommt, war super lecker. Ich glaube ich habe dort zum ersten mal richtig italienische Pizza gegessen!
Vollgefuttert sind wir zum Couchsurfing Meeting gefahren dass in der Nähe des Duomo stattfand und echt lustig war. Es waren soo viele Menschen aus verschiedenen Ländern dort! Ein Engländer, ich als Deutsche, Pere als Pole, Anna als Kanadierin, Zhixing als Chinesin, die Italiener, ein Ägypter, ein Türke, ein HongKonganer (?), ein Brasilianer, usw. Wir sind also etwas um die Häuser Mailands gezogen um dann um 2 super müde ins Bett zu fallen.

Um 11 am nächsten Morgen haben wir immer noch geschlafen.. Naja, traurig aber war. Ich bin jetzt wirklich zu dem Schluss gekommen dass ich es nicht mag mit anderen Leute zusammen zu reisen weil man sich immer auf die einstellen muss.

Irgendwann wachten dann alle auf. Anna war in den frühen Morgenstunden verschwunden da sie ihren Flieger zurück nach Kanada erwischen musste. Gian machte für Zhixing, Pere und mich Cappuccino der super lecker war. Nicht so ein Maschinenzeugs! Dazu gabs Kekse :) Wir quatschten alle noch ein wenig bis wir uns gegen 1 verabschiedeten um zurück nach Bergamo zu fahren. Wir fuhren also zum Hauptbahnhof und suchten erst einmal die Dinger um unsere Karten abzustempeln. Als wir sie endlich gefunden hatten sprangen wir schnell in die Bahn die wieder steinalt war und fuhren zurück in das schöne Bergamo dass wir bis jetzt nur verregnet gesehen hatten.

In Bergamo angekommen fuhr ich direkt zum Flughafen, da mein Flieger in knapp 2 Stunden gehen würde. Mein Bekannter blieb den Nachmittag noch in Bergamo und durfte sich dadurch diese Stadt noch mal bei Sonne anschauen. Auf dem Weg konnte ich aber auch noch ein bisschen von der Stadt bei Sonnenschein sehen.

Bergamo & Milano

Am Flughafen angekommen und durch die Securitychecks durch, hab ich mich erst einmal auf die Toilette verzogen und mein Handy geladen damit ich, wenn P und ich uns in Bergamo nicht finden ich ihn wenigstens anrufen kann. Dann gings in den Flieger. Dort setzte ich mich neben einen total netten Mann der für Bon Jovi und weitere Bands als Sound Engineer arbeitet. Wir haben uns wirklich den ganzen Flug über unterhalten!
Als ich dann in Bergamo angekommen bin war es 23:45. Ich wurde von einem Bekannten vom Flughafen abgeholt damit ich nicht alleine zum Hostel fahren musste. Das Hostel war deutlich sauberer und besser als das in Zagreb vor ein paar Wochen. Aber natürlich auch deutlich teurer.

Die Nacht war nicht so toll.. Es hat angefangen zu schütten wie aus Kübeln und es hat sich den ganzen Morgen über nicht gebessert. Trotzdem sind wir zur Rezeption, haben nach einem Regenschirm gefragt und sind durch Bergamo spaziert. Wir sind den halben Berg zur Citta Alta hochgelaufen als wir gemerkt haben wie schrecklich nass wir doch sind.. Naja, ich hätte kein Problem gehabt weiter zu laufen, aber ich war ja nicht alleine. Also sind wir in einen Bus gestiegen. Genau wie ich es vermutet hatte, war es hier so wie in Spanien. Keinen interessiert es ob du wirklich ein Ticket hast und du kannst locker und ohne irgendwelche Angst schwarzfahren. Aber dass sollte jetzt kein Ansport sein dies zu tun!!
Wir sind bis nach ganz oben gefahren und haben uns dort die Aussicht angeschaut. Es ist echt bildschön und dass trotz Regen!

Bergamo in Sonne getaucht:


Wir gingen in ein Museum, Naturkunde und so... viel Skelette und tote, ausgestopfte Tiere. Naja, es war eigentlich ganz interessant, aber es ist halt ein Museum mit toten Tieren, wer darauf steht hat dort bestimmt massenhaft Spass. Danach beschlossen wir dann nach Mailand rüber zu fahren. Wir sind also ins Hostel zurück gegangen um unsere Sachen abzuholen und sind dann zum Bahnhof.

Die Züge dort sind richtig schön alt! Dagegen sind die alten RBs hier in Deutschland richtige Next-Gen Züge! Ich finde ja so alte Züge, solang sie wasserundurchlässig sind, toll.  In Mailand angekommen, war das Wetter auch nicht viel besser. Erst sind wir durch den Bahnhof geirrt.. danach, als wir endlich die Metro gefunden haben, sind wir in die Stadt gefahren.
Wir haben uns ein bisschen die Stadt angeguckt und sind dann zurück zum Duomo wo wir auf unseren Host gewartet haben. Dieser erschien mit noch ein paar anderen Leuten im Gepäck, wollten die etwa auch alle bei ihm übernachten? Nur eine, Lydia, eine Russin war auch Couchsurferin, würde aber die Nacht im Hotel verbringen weil ihr Flug am nächsten Morgen früh zurückgehen würde. Trotzdem ist sie mit uns zu Gianfrancos Wohnung gefahren, dort haben wir geredet und Gian hat für uns gekocht (suuuuper lecker)! Ein Freund von ihm, Samuele, ist dann auch gekommen und wir haben alle zusammen gegessen.

Zagreb

Ich habe Morgens meine Sachen zusammen gepackt und bin mit meiner kleinen Tasche in Richtung Kamenita Vrata gegangen. Die Kamenita Vrata ist das letzte der ursprünglich vier Stadttoren welches trotz Bränden und Abrissen noch steht. Dort habe ich mich in ein Kaffee gesetzt und ein bisschen die Menschen um mich herum beobachtet. Ich finde es immer sehr spannend wie unterschiedlich viele Menschen sind und wie sehr man es ihnen ansieht aus welchem Land sie kommen. Anschliessend bin ich mich auf dem Dolac Markt ein bisschen umgucken gegangen, da dieser ja das letzte mal schon zu hatte als ich ankam. Der ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Nachher bin ich durch die Stadt gelaufen und hab mir einige Parks angeguckt. Um 11:00 bin ich vom Hostel, wo ich meine Sachen holte, ganz schnell zum Ban Jelacic Platz gegangen, wo ich mit Domagoj, meinem Host, verabredet war.
Wir sind zu seinem Auto gegangen und haben meine Tasche abgeladen damit ich sie nicht durch die ganze Stadt tragen musste. Wir sind erneut durch die Stadt gelaufen nur diesmal hatte ich einen persönlichen Stadtführer. Ich habe viel über die Geschichte der verschiedenen Gebäude gelernt und auch über die Stadt selbst. Danach sind wir zum Mirogoj Friedhof gefahren. Der Mirogoj war der erste Friedhof Europas mit allen Religionen. Er ist sooo riesig und soo schön! Er hat mit erzählt dass zu Allerheiligen, die Kroaten Kerzen auf die Gräber ihrer Familie stellen und dass er mir später Fotos zeigen würde.
Nachdem wir ungefähr 1/10 des Friedhofs gesehen hatten und wir nicht mehr laufen konnten, sind wir durch Zagrebs Wohngebiete gefahren. Diese liegen etwas ausserhalb, gehören aber noch immer zu Zagreb. Es ist nicht wirklich schön in diesen Gegenden, aber so was ist ja bekanntlich Geschmacksache Und ausserdem gewöhnt Mensch sich ja eh an alles.... Auf dem Weg nach Hause, sind wir auch an einem riesigen Plattenbau vorbeigefahren (da lief mal ein Bericht drüber bei NTV oder N24). Dieser heisst Mamutica und ist einfach nur viel zu gross um schön zu sein.
Nach dem wir uns bei Domagoj gestärkt hatten, sind wir zum Jarun See gegangen und haben uns dort in ein Café gesetzt. Der Jarun See ist ein künstlich angelegter See an denen die Zagrebaner (?) im Sommer gehen um sich zu sonnen, usw. Auf dem Rückweg sind wir an einer Bäckerei vorbei gekommen und haben Burek als unser Abendessen gekauft (das Rezept für Burek kommt noch). Nach dem Essen haben wir TV gesehen, dort sind nämlich die meisten Filme auf englisch mit kroatischen Untertiteln weil es scheinbar zu teuer ist die Filme und Serien zu übersetzten. Ich finde das Prinzip sehr gut. So lernen die jungen Kroaten schnell, gut und vor allem interessant Englisch. Und nicht viele Länder können von sich behaupten das Englisch ihrer Bürger wäre a
uf einem Niveau welches nicht zum Hände überm Kopf zusammenschlagen ist. 

Fazit

Zagreb

Zagreb ist eine sehr schöne Stadt mit einer Eindrucksvollen Kultur und Unmengen von tollen Museen. Wenn man jedoch nicht so aufs Museen gucken scharf ist, reichen 2 Tage in der Hauptstadt vollkommen aus. Einen für die Zentrale Stadt und einen weiteren für die Umgebung (Medvedgrad, Mirogoj Friedhof, usw.). Wer schnell ist und nicht unbedingt ins Detail der Geschichte gehen möchte, ist nach einem Tag wahrscheinlich durch mit den Sehenswürdigkeiten. Der Dolac Markt ist auf jeden fall einen Abstecher wert!

Zum Thema Zagreb Card. Ich finde sie recht überflüssig, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht teuer sind und ausserdem alles so nah bei einander liegt, dass man ungestört laufen kann.

Generell ist das Essen in Zagreb und ganz Kroatien extrem billig. 
- Am Ban Jelacic Platz hab ich mir ein riesiges Baguette für das ich in Deutschland wahrscheinlich 3-4€ bezahlt hätte, nur 5HRK bezahlt. Das sind knapp 60ct!
- In der Pizzeria in einer Seitenstraße der Tkalciceva hab ich für Pizza + Cola 31HRK gezahlt (4,10€)
- Für Pancakes usw. im Dizzies auf der Tkalciceva warens 12HRK (1,60€)

Wenn man Zeit hat und grade eine gute Aufführung im Nationaltheater läuft, sollte man sich umbedingt nach Karten umsehen! So sieht man das Theater von innen und hat ausserdem einen schönen Abend.

Mein absoluter Lieblingsort in Zagreb war zum einen das Nationaltheater, welches einfach nur wunderschön ist und, zum anderen, der Friedhof der obwohl er so viele Religionen beinhaltet, friedlich ist. So wie es eigentlich auch im Rest der Welt zugehen sollte wenn Religionen aufeinandertreffen. 

Rijeka

Die Hafenstadt ist groß, hat jedoch nicht unbedingt viele Sehenswürdigkeiten. Trotzdem ist es eine schöne kleine Stadt in der man ein bisschen rumspazieren kann.

Auch hier ist das Essen sehr billig.
- Manestra an der Riva Boduli Straße 25HRK (3,30€)

Zu empfehlen sind die Orascici aus dem gleichen Restaurant wie die Manestra. Super lecker!



Zagreb und Rijeka

Flug nach Zagreb

Mein Flug in Richtung Zagreb ging um 13:50 ab dem Flughagen Köln/Bonn an dem ich mich erstmal verirren, denn ernsthaft, ich fliege immer mit Ryanair, woher soll ich wissen das Germanwings einen kompletten Terminal nur für sich hat? Als ich dann endlich einen Weg gefunden hatte und durch die Passkontrolle war durfte ich nach einigem warten zum Gate und ins Flugzeug.

In Zagreb angekommen bin ich mit einem Taxi in die Stadt gefahren (im Nachhinein weiss ich dass es auch einen Bus gibt... hätte ich mir Geld sparen können)


In Zagreb


Ich stand also mitten auf dem Ban Jelacic Platz. Ein recht grosser Platz der auch als Zentrum der Stadt gilt. Von dort aus bin ich den Berg hoch gegangen und habe mir die Kathedrale angeguckt mit ihren komischen Alien-like Schriftzügen an den Wänden. Von dort aus bin ich über den Dolac (einem Markt wo täglich frische Früchte usw. verkauft wird der aber leider um 12h schliesst) zur Tkalceciva Straße um meine Tasche im Hostel abzuladen.

Am Eingang des Hostels klebte ein Zettel auf dem stand ich sollte mich an das Café gegenüber wenden wenn ich einchecken wollte. Also bin ich dahin. Jedoch gab es scheinbar irgendwelche Probleme mit der Reservierung und die Kellnerin konnte mir nur einen Kaffee ausgeben und mit mir auf den Boss des ganzens zu warten. Wir kamen ins Gespräch und am Ende wurde ich von ihr eingeladen mit ihr nach Rijeka, ihr Heimatdorf, zu fahren, die Hostelnacht könnte ich auf den nächsten Tag übertragen. Okay, mir wurden also noch zwei Pancakes und ein Tee ausgegeben während ich wartete dass sie Feierabend machen und wir losfahren konnten.





















Um 18h sind wir dann zum Busbahnhof zu fahren um nach Rijeka zu gelangen. Die Karte (Hin und Rückfahrt) hat 118HRK gekostet, also knapp 16€. Die Fahrt hätte eigentlich 2 Stunden dauern sollen, hat jedoch wegen schlechten Wetterbedingungen (Schnee im Gebirge) 3 Stunden gedauert. Ihr Vater hat uns am Busbahnhof abgeholt und zu ihr nach Hause gefahren. Wir waren so fertig, dass wir uns ins Bett fallen liesen und sofort eingeschlafen sind.


Am nächsten morgen sind wir in die Stadt gefahren und haben uns dort getrennt da sie noch mit ihrem Vater verabredet war und ich mir noch die Stadt angucken wollte. Als wir uns wieder getroffen haben, sind wir durch die Stadt gelaufen und haben viele Fotos gemacht um danach Essen zu gehen. Antea wollte dass ich Manestra probiere mit Brot und einer super fettigen Wurst. Es war nicht schlecht, aber ich hab was gegen Sachen die vor Fett nur so triefen. Als Nachtisch gabs super leckere Orascici (Rezept kommt noch).

Um 16h sind wir in den Bus zurück nach Zagreb gestiegen und haben erneut 3 Stunden für die fahrt gebraucht.


    
In Zagreb angekommen, sind wir gemeinsam zur Tkalciceva Straße gegangen, wo unsere Hostels liegen. Ich hab eingecheckt und mir wurde die Wohnung inklusive meinem Zimmer gezeigt. Es ist recht schoen, nur halt ein bisschen heruntergekommen und nicht wirklich super sauber. Aber bei dem Preis sollte man nicht meckern.
Ich hab mir noch ein bisschen die Stadt angeguckt. Das Mimara-Museum, das Nationaltheater, usw. Das Nationaltheater ist suuuuper schön! Ich wollte hinein, jedoch hatte die Vorstellung um 7 Uhr angefangen und die morgen wäre auf kroatisch. Also werde ich es wohl nicht von innen sehen. Abends bin ich zu einem Italiener gegangen um Pizza zu essen. Die Pizza war riesig und hat mit Cola nur 31HRK gekostet!!