Faking it - Alles nur ein Spiel von Cora Carmack


Titel: Faking it - Alles nur ein Spiel
Autor: Cora Carmack
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 384
Verlag: Egmont Lyx
Serie: Ja.
2- Faking it - Alles nur ein Spiel
3- Finding it - Alles ist leichter mit dir
Genre: Contemporary
Preis: 9,99€


Zum Cover:
Auch bei diesem Band der Reihe finde ich das Cover nicht übermässig YA/Contemporarymässig, was mir sehr gut gefällt. Es vermittelt im Gegensatz zu den meisten Covern des Genres eine gewisse Leichtigkeit, die nicht auf eine hormon-getränkte, kitschige Liebesgeschichte hoffen lassen, sondern auf eine erwachsene, realistische aber auch süsse Geschichte.

Zur Geschichte:
Nachdem Bliss, Cade und Kelsey ihren Abschluss an der Schauspielschule gemacht haben, haben sich Bliss und Cade dazu entscheiden nach Philadelphia zu gehen um dort ihr Leben aufzubauen. Während Bliss und Garrick zusammen wohnen und auf der Bühne stehen, zerfrisst die unerwiderte Liebe zu Bliss Cade von innen heraus. Doch als die stürmische, sonderbare Max ihn darum bitten für ein Wochenende ihren Freund zu spielen, damit ihre Eltern beruhigt sind, scheint Bliss immer uninteressanter zu werden.

Meine Meinung:
Nachdem mir die Geschichtet von Bliss und Garrick sehr gut gefallen hat, habe ich direkt zu Band 2 gegriffen. In diesem Band lernen wir Cade, den besten Freund von Bliss näher kennen und erleben wir es mit der Abfuhr von Bliss lebt. Der Aufbau der Geschichte ist nicht neu, aber durch die Charaktere und den lustigen Anfang dennoch erfrischend.


Cade ist schüchtern, zurückhaltend und gentleman-like. Er ist kein Draufgänger, was mir gefallen hat, weil es nicht immer die Badboys sein müssen, die die Mädels abkriegen. Seine Verliebtheit in Bliss und die Abweisung klingen noch sehr stark nach, konnte er sich doch kein Leben ohne sie vorstellen. Doch nach und nach gewinnt Cade mehr Selbstbewusstsein und schafft es Unabhängigkeit von Bliss zu erlangen. Cade war alles in allem ein runder, sympathischer Charakter, dem ich zwar einige Male in den Hintern treten wollte, der aber trotzdem liebenswürdig bleibt.
Max, eigentlich Mackenzie, ist ein bisschen anstrengender. Sie schafft es nicht gegenüber ihren Eltern so zu sein wie sie ist und versteckt sich die ganze Zeit. Sie hat auf mich den Anschein einer psychisch labilen Person gemacht, die unbedingt jemanden braucht, der sie unterstützt. Ihre manchmal übertriebenen Gefühlsausbrüche waren ein bisschen nervig, trotzdem aber erzählt die Autorin im Laufe des Buches wie Max eigentlich so geworden ist und schon bald versteht man sie auch deutlich besser als im ersten Moment.
Am aller nervigsten fand ich Bliss und Garrick. Waren sie noch im ersten Band feurig, leidenschaftlich und witzig, waren sie in diesem plump, langweilig und unheimlich spiessig. Dieser Wandel kam so unverhofft, dass ich sie mir komplett aus dem Buch gewünscht hätte. Das neue Bliss-Garrick-Paar hätte die Autorin sich echt sparen können.

Der Schreibstil von Cora Carmack ist wie auch schon im ersten Band leicht zu lesen und mitreissend. Auch in diesem Buch bin ich nur so über die Seiten geflogen und war überrascht als es zuende war. Es findet sich deutlich weniger Situationskomik als im ersten Band, trotzdem wurde die Geschichte nie langweilig.

Fazit:
Cora Carmack hat es geschafft einen unscheinbaren Charakter aus dem ersten Band bis ins Detail auszuarbeiten und ihm ein eigenes Leben zu schenken. Die Entwicklung der Protagonisten ist nachvollziehbar und die Autorin deckt immer mehr Puzzelteile auf, damit wir am Ende eine runde, durcharbeitete Geschichte vorfinden.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen