Stolz und Vorurteil von Jane Austen


Titel: Stolz und Vorurteil
Autor: Jane Austen
Veröffentlicht: 1813 (Ausgabe 2012)
Seitenzahl: 456
Verlag: DTV
Serie: Nein.
Genre: Roman
Preis: 9,95€
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Zur Geschichte:
Als ein neuer Nachbar in die Nähe der Bennets zieht, ist Mrs. Bennet hin und weg, hat sie doch drei Töchter die in der nächsten Zeit verheiratet werden müssen. Mr. Bingley ist nämlich nicht nur jung und alleinstehend, sondern auch äusserst wohlhabend. Sofort wird er zu einem anstehenden Ball eingeladen um ihm die älteste Tochter vorzustellen. Doch Mr. Bingley erscheint nicht alleine, er bringt seinen guten Freund, den stolzen, aristokratischen und noch wohlhabenderen Mr. Darcy. Alle, aber vor allem Elizabeth Bennet, finden ihn wegen seines Stolzes unsympathisch. Nach einiger Zeit, jedoch, lernt Elizabeth eine andere Seite an Mr. Darcy kennen, die ihr vielleicht doch gefallen könnte.

Meine Meinung:
Ich habe mich nie wirklich an die Jane Austen-Bücher rangetraut. So viele positive Bewertungen, so viel Hype um Klassiker, das Buch ist sogar das 2 liebste Buch der Briten gekürt worden (nach LOTR), da war ich mir einfach nicht sicher, ob ich jemals ein Buch von ihre lesen werde ohne mit übermässig hohen Erwartungen daran zu gehen. Und dann habe ich mich gewagt. Meine Erwartungen waren glaub ich das letzte Mal so hoch als ich den letzten Harry Potter-Band in der Hand hatte.
Die Geschichte ist ganz anders als diese ganzen modernen Liebesgeschichten, mit denen wir in den letzten Jahren konfrontiert wurden, aber irgendwie doch gleich. Ein Mädchen, ein reicher Mann, eine hysterische Mutter die ihr Leben danach ausgerichtet hat, alle ihre Töchter zu verheiraten. Das ganze wird in eine hochnäsige, präpotente Gesellschaft gesetzt und voilà. Doch irgendwas verleiht den Buch einen ganz besonderen Charme, sei es der Schreibstil Jane Austens, der sich durch sein Alter deutlich vom aktuellen Schreibstil abhebt, oder die gesellschaftlichen Konstrukte, die man als Leser oft etwas skurril empfindet, aber doch irgendwie beeindruckt ist.

Die Charaktere des Buches werden sehr komplex aber auch sehr liebevoll dargestellt. So spiegelt sich die doch etwas gewöhnungsbedürftige Gesellschaft perfekt in den Protagonisten und deren Umfeld wieder. Als auffälligstes Merkmal empfand ich die vorherrschende Scheinheiligkeit. Egal in welcher Situation sich Elizabeth oder ihre Schwestern befanden, sofort wurde darüber hergezogen, wenn diese den Raum verlassen hatten. So hat man während des ganzen Buches das Gefühl, dass eigentlich überhaupt keine Freundschaften zustande kommen und die Charaktere immer nur darauf aus sind, alle zu demütigen die nicht dem selben Stand entsprachen.
Dieses verhaltene, etwas nervige Verhalten wurde Gott sei Dank von Elizabeth durchbrochen. Sie ist ironisch, stark und eine für diese Zeit emanzipierte junge Frau, die kein Problem damit hat die Damen und Herren um sie herum gegen die Wand laufen zu lassen. Sie ist unheimlich stolz und dickköpfig und wenn erst jemand ihren Stolz verletzt (wie ein gewisser Herr direkt zu beginn tut), ist sie nachtragend und muss erst wieder von der Gutmütigkeit dieser Person überzeugt werden.
Mr. Darcy ist nicht nur unheimlich wohlhabend, sondern auch sehr edel. Man merkt mit jedem Schritt den er tut, dass er nie einen Finger bewegen musste und er alles haben kann, was er möchte. Doch dieser Schein trügt, denn nicht alles in dem Leben der Aristokraten lief so wie geplant. Seine anfängliche Abneigung gegenüber Elizabeth bröckelt langsam vor sich hin, da er immer wieder mit ihrer Aufmüpfigkeit konfrontiert wird, und diese gefällt im gar nicht mal so schlecht.

Wie bereits erwähnt, ist der Schreibstil der Autorin etwas gewöhnungsbedürftig für Leute, die noch nicht so viele Klassiker aus der Zeit gelesen haben. Trotzdem findet man schnell in das Buch hinein und schon bald lernt man die Ausdrucksweise und die Formalitäten der damaligen Zeit zu lieben.

Fazit:
Stolz und Vorurteil ist definitiv eine der schönsten Liebesgeschichten die ich jemals gelesen habe. Auch wenn die Charaktere aus einer ganz anderen Zeit stammen, hat es Jane Austen geschafft sie so zu zeichnen, dass sie auch heute noch nachvollziehbar sind. Eine absolute Leseempfehlung!

Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer von Trudi Canavan


Titel: Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer
Autor: Trudi Canavan
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 704
Verlag: Penhaligon
Serie: Ja.
1. Die Magie der tausend Welten - Die Begabte
2. Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer
3. Noch nicht erschienen
Genre: Fantasy
Preis: 19,99€
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Zum Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich mag die Farben von Tyens(?) Gewand und dieses Symbol um ihn herum, welches dem Cover etwas mystisches gibt.

Zur Geschichte:
Vor 5 Jahren ist Rielle aus ihrer Stadt geflüchtet und in eine neue Welt gekommen. In diesen 5 Jahren hat Tyen die verschiedenen Welten bereist, auf der Suche nach jemandem der Pergama wieder herstellen kann. Auf der Suche ist er einem mächtigen Magier begegnet, der ihm verspricht Pergama wieder herzustellen, so lange Tyen ihn bei einer Sache hilft. Nicht ist so wie er es sich erhofft und schon bald, muss Tyen sich entscheiden auf welcher Seite er wirklich steht.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist mir unheimlich schwer gefallen, da das Ende des ersten Bandes Jahre zurück liegt und diese 5 Jahre in keinem Satz zusammengefasst werden. Ich hatte direkt zu beginn das Gefühl, der erste Band wäre komplett egal gewesen. Irgendwas hat als überleitender Faden gefehlt, was mich unheimlich geärgert hat, und teils auch dazu gebracht hat das Buch wirklich als unabhängige Geschichte anzusehen. Dazu kamen noch die einzelnen Figuren, sowohl Rielle als auch Tyen haben sich weiterentwickelt und ich hatte oft den Gedanken, komplett neue Figuren vor mit zu haben. Bei Tyen deutlich mehr als bei Rielle, die wenigstens noch einen Teil ihrer Naivität und Kindlichkeit behalten hat.

Die Geschichte an sich läuft unheimlich langsam von statten. Ich habe im Nachhinein den Eindruck das Buch hätte man locker 200 Seiten kürzer machen können als es eigentlich ist. Gerade durch dieses riesige Universum welches Trudi Canavan geschaffen hat, hat sie sich oft in Details verloren, die letztendlich für die Geschichte unwichtig waren und eigentlich nur dazu gedacht waren auf Seiten zu kommen. Es war mir nach den ersten 3-4 Welten klar, dass alle Welten und ihre Bewohner unterschiedlich waren. So sehr, dass es wie andere Planeten waren. Jedoch hätten mir diese 3-4 Welten gereicht, die restlichen, die nur im Vorbeigehen vorkamen, hätte man deutlich kürzen können.
Es ist wirklich schade, denn die Autorin hat in diesem Band ein unheimlich komplexes und auch sehr interessantes Universum geschaffen, welches sehr spannend hätte sein können.

Ich weiss nicht ob ich zu Cliffhanger-Abhängig bin, auf jeden Fall wurden die einzelnen Abschnitte, welche von Rielle zu Tyen wechselten, meiner Meinung nach fast willkürlich verteilt ohne dem Leser die Chance zu geben, die Spannung die sich gerade erst aufgebaut hatte, auszukosten. Kaum war ich richtig in der Geschichte drin, wurde auf den anderen Charakter gewechselt und schon war ich wieder draussen.

Wie bereits erwähnt, hat Tyen sich unheimlich zwischen den beiden Bänden entwickelt. Er scheint besser mit seiner Magie umgehen und leben zu können. Ich konnte mich in den meisten Fällen sehr gut in ihn hineinversetzen und hatte nie das Gefühl, er würde in die falsche Richtung abdriften.
Rielle dagegen war noch genauso naiv wie im ersten Teil. Obwohl sie Izare zu tiefst geliebt hatte, war er in diesem Band, genau so wie ihre restliche Familie und ihr Leben vor dem Raen, fast vergessen. Ihre Entwicklung lässt jedoch erahnen, dass sie für etwas sehr grosses bestimmt ist.

Der Schreibstil Trudi Canavans ist in diesem Band zwar schön etwas verwirrender als gewohnt. Ich finde sie hat sich sehr oft in Nebensächlichkeiten verloren, was unheimlich schade ist, da sie ein tolles Universum erschaffen hat. Durch diese Nebensächlichkeiten blieb wenig Platz für die wichtigen und oft sehr komplizierten Handlungsstränge. Für den nächsten Band würde ich mir von ihr mehr Zielstrebigkeit in der Geschichte wünschen. Und ich hoffe der erste Band erweist sich nicht als ganz so unnötig wie in diesem Band demonstriert.

Fazit:
Die Autorin hat ein unheimlich komplexes Universum geschaffen, dass auf viele Spannende Lesestunden hoffen lies, mich aber letztendlich enttäuscht hat. Es tut mir im Herzen weh, dem Buch keine himmelhochjauchzende Bewertung geben zu können.


Vielen Dank an Penhaligon für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Taking Chances - Im Herzen bei dir von Molly McAdams

Titel: Taking Chances - Im Herzen bei dir
Autor: Molly McAdams
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 480
Verlag: Mira Taschenbuch
Serie: Ja.
1. Taking Chances
2. Trusting Liam (Englisch)
Genre: New Adult
Preis: 9,99
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Zum Cover:
Ich hoffe ich bin nicht die einzige bei der das Herz zerreisst bei diesem schönen, aber auch traurigen Cover. Es ist schön gemacht, auch wenn die Haare der drei unheimlich künstlich wirken und der angebliche Grössenunterschied zwischen dem Mädchen und den beiden Jungs, welcher mehrmals im Buch betont wird, geht komplett unter.

Zur Geschichte:
Harper, die unter dem strengem Regime ihres Vaters, einem Marine, grossgeworden ist und quasi mit den Soldaten auf der Basis gelebt hat, hat nach ihrem Abi den Entschluss gefasst aus diesem Leben zu flüchten. Auf einem College in Kalifornien will sie das ganz normale Studentenleben erleben: Partys, das tun was man möchte, flirten und einfach shoppen gehen. Nichts ist so wie sie es sich erwartet, als sie in der ersten Woche am College Chase kennenlernt, von dem sie sich wie magisch angezogen fühlt. Dann ist da noch Brandon, in den sie sich Hals über Kopf verliebt und mit dem sie bald zusammenkommt. Wäre da nicht diese blöde Anziehungskraft zu Chase und ein verhängnisvolles Wochenende...

Meine Meinung:
Wir befinden uns irgendwo in Amerika in einer Dreiecksbeziehung die sich nur in Büchern so auffinden lässt. Harper, die unter einem strikten Regime grossgeworden ist, lernt Chase und Brandon kennen und schon beginnt die Party. Harper hat sich nämlich in beide Hals über Kopf verliebt. Aber nicht so, wie man es bei einem ersten Freund erwarten würde, nein, sie ist so verknallt, dass sie direkt alles stehen und liegen lässt.

Ich bin ein bisschen sauer, ok, untertreiben wir nicht, ich bin unheimlich sauer auf die Autorin. Sie hat es geschafft eine sehr schöne Liebesgeschichte zu kreieren, die sich über 300 Seiten entwickelt und dann kam der Absturz. Die letzten 180 Seiten waren einfach nur noch schlecht. So wie ich den ersten Teil innerhalb eines Abends gelesen habe, habe ich für die letzten Seiten mehrere Tage gebraucht. Es wirkte nur noch künstlich erzwungen und machte sowohl die Protagonistin als auch alle Menschen die sie umgeben und unterstützt haben lächerlich.
Ich habe die Geschichte nicht abgrundtief gehasst, wie gesagt, die ersten 300 Seiten hatte ich sehr viel Spass an der Geschichte, hab mitgefiebert und habe gehofft, dass Harper mit dem, meiner Meinung nach, richtigen zusammenkommt und zusammenbleibt. Tja.. Pustekuchen. Aber nachdem es ein ziemlich offensichtliches Ereignis gibt (Spoiler: sie wird schwanger, weil sie meinte nicht verhüten zu müssen), lässt die Autorin innerhalb von 1-2 Seiten, ihre komplette Geschichte ins Nichts zerfallen um 20 Seiten später wie wild darauf herumzutrampeln. Ich bin geschockt, dass niemand vom Verlag da eingegriffen hat. Man hätte der Dame ausdrücklich sagen sollen, sie solle doch ihre verkorksten Gedanken für sich behalten und dem Leser ein positives Leseerlebnis lassen. Das hat sie nämlich nicht getan. Hätte ich nach besagtem Wendepunkt aufgehört zu lesen, wäre ich deutlich glücklicher mit diesem Buch gewesen.

Harper hat mich zuerst nicht besonders gestört. Sie war irgendwie das typische dorf-Mädchen, dass in die Grossstadt kommt. Sie ist von allem überwältigt und rennt mit ihrer neuen besten Freundin Bree auf eine Party, wo sie natürlich Chase kennenlernt, der nicht nur mega sexy und mega gutaussehend ist, sondern auch ein richtiger Idiot und der Bruder von Bree. Es beginnt sich eine "Beziehung" zu entwickeln die mehr masochistisch ist als alles andere. Doch dann lernt Harper Brandon kennen, der natürlich auch mega sexy und mega gutaussehend, und im Gegensatz zu Chase kein richtiger Idiot ist. Schade nur, dass Harper ja unheimlich zierlich und klein ist, denn dadurch sehen alle männlichen Wesen um sie herum die Notwendigkeit sie zu beschützen. Vor was fragt ihr euch? Ich weiss es nicht.. Denn falls es vor dem Leben war, haben sie es mächtig verbockt.

Der Schreibstil der Autorin ist in Ordnung. Ich fand ihn jetzt nicht vor Einzigartigkeit überschäumend, aber er war angenehm zu lesen. Was mich jedoch unheimlich gestört hat, waren diese ständigen Liebesbekundungen. Es wird ungelogen über 100 Mal "Ich liebe dich" gesagt. Auf 480 Seiten.

Fazit:
Dieses Buch wäre soo toll gewesen, hätte die Autorin nur einfach aufgehört zu schreiben, als sie auf die dümmste Idee kam, auf die man als Autor kommen kann. Durch den Wendepunkt ist die Bewertung von mir von 4-4,5 auf 1,5 gefallen. Sie hat ihr eigenes Buch zerstört.

Vielen Dank an BloggdeinBuch und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

10 Reihen, die ich gerne beginnen/weiterlesen/beenden möchte!

Ich weiss, ich weiss.. ich habe seit Monaten nicht mehr mitgemacht.. Es gab einfach keine Themen die mich gereizt haben oder ich hatte das Problem die Liste nicht voll zu bekommen, so wie letzte Woche. Ich habe exakt 1 Buch aus dem Rowohl Verlag. Eine Liste mit einem Buch ist auch langweilig.. 
Jeden Donnerstag gibt es Top Ten Thursday auf Steffis Bücher Bloggeria mit einem neuen Thema, diese Woche ist mein Lieblingsthema dran: Reihen :D

Bezwungen von Teri Terry

Titel: Bezwungen
Autor: Teri Terry
Veröffentlicht:  2014
Seitenzahl: 376
Verlag: Coppenrath Verlag
Serie: Ja.
1. Gelöscht
2. Zersplittert
3. Bezwungen
Genre: Dystopie
Preis: 17,95
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Zum Cover:
Ich liebe die Cover dieser Reihe einfach. Auch hier sieht Kyla wieder anders aus. Kann es sein, dass alle drei Cover, die drei Persönlichkeiten in ihr widerspiegeln? Kayla, Rain und Lucy? Zumindest gefällt mir dieses Cover fast am besten, da ich den Kontrast zwischen den roten Lippen und dem eisblauen Rahmen sehr schön finde.

Zur Geschichte:
Kyla hat sich scheinbar wieder in Schwierigkeiten gebracht. Nachdem sie sich Free UK angeschlossen hatte, wurde sie als Täter-Opfer teil einer hinterhältigen Anschlags den Nico auf sie geplant hat. Auf der Flucht vor dem Anführer der Terroristen, bekommt Kyla eine neue Identität und wird so vor den Lordern und den Terroristen verborgen. Stück für Stück kann sich Kayla entspannen und die Erinnerungen an ihre Kindheit versuchen aufzudecken. Doch möchte sie wirklich ihre Vergangenheit kennen?

Meine Meinung:
Auch dieser Band knüpft ohne grosses Umher an das Ende des letzten an. Wir werden direkt wieder in das Geschehen geworfen und werden bis zum Schluss nicht mehr von der Spannung entlassen. Nach und nach werden wie verschiedenen Fragen, die sich in den ersten beiden Bänden aufgetan haben, beantwortet und offene Handlungsstränge miteinander verwoben und bald ergibt sich ein grosses Bild, welches noch grössere Geheimnisse birgt als bisher erwartet. Wir tauchen in ihre Vergangenheit ein und erfahren so, wie alles begann. Doch schon bald werden wieder neue Fragen aufgeworfen, die sowohl uns, als auch die Protagonistin wieder aus dem Konzept bringen.

Kayla hat es in diesem Band geschafft, sich selbst als eine Person zu sehen. Sie denkt nicht mehr in Rain-Kayla-Lucy Schemen sondern nennt sich als Zusammenfassung für all diese verschiedenen Charaktere nun Kayla. Das ist ein deutlicher Pluspunkt gegenüber den ersten Bänden. Endlich hat man als Leser das Gefühl jemanden greifbares vor sich zu haben.
Obwohl ich Kayla eigentlich recht nachvollziehbar finde, gab es einige Situationen in denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Sie ist 17 und denkt oft nicht weiter als von ihr verlangt, wenn überhaupt. In einigen Momenten wusste sie sogar exakt was sie falsch macht, änderte aber nicht daran. Ob das nun eine stille Rebellion war oder einfach nur Unverantwortlichkeit kann ich nicht sagen. Jedoch fand ich es sehr schade, dass sie obwohl sie die ganze Zeit wiederholt hatte, dass sie nicht auffallen dürfte, gerade dies getan hat.
Zu den anderen Charakteren kann ich nicht viel sagen. Natürlich gibt es wieder ganz viele, ganz tolle männliche Vertreter unserer Spezies, die natürlich alle richtig gut mit Kayla klar kommen. Wie auch in den ersten beiden Bänden hat sich einer dieser Jungs ein bisschen in Kayla verguckt, was zu einer nicht ganz unsüssen Szene führt, die aber irgendwie in der Masse an tollen Jungs untergeht. Das empfand ich als sehr unrealistisch. Wir alle wissen, dass nicht alle Jungs einem A&F-Katalog entsprungen sind, aber laut dieser Reihe, wird sich das wohl in den nächsten Jahren ändern und uns erwartet eine glorreiche Zukunft.
Die ständigen Lügen und konstante Geheimniskrämerei hat mich nach etwa der Hälfte der Buches fast hysterisch gemacht. Niemand in diesem Buch hatte die Courage mal alles auf einen Tisch zu packen und zu sagen: so siehts aus! Dafür haben alle ganz viele Geheimnisse die man ihnen fast einzeln auf der Nase ziehen muss um auch nur wieder auf ein neues Geheimnis zu treffen. Ein bisschen weniger hätte dem Buch nicht schaden können.

Das Ende hat mich überrascht. Es geht deutlich blutiger zu als bisher und es gibt Verluste auf beiden Seiten. Mir hat ein bisschen die Dramatik bei der endgültigen Enthüllung gefehlt, aber alles in allem war es ein schönes, rundes Ende, dass einen ohne offene Fragen und einem angenehmen Gefühl zurücklässt.

Der Schreibstil ist wie in den beiden ersten Bänden sehr simpel gehalten und super einfach zu lesen. Ich habe auch bei diesem Buch die Seiten verschlungen bis keine mehr da waren und es auf einmal schon super spät war.


Fazit:
Ein schöner, runder Abschluss für eine wirklich gelungene Reihe. Teri Terry versteht es spannende, Intrigen-gespickte Dystopien zu schreiben, die nicht so stark von der aktuellen Welt abweichen, dass man sich diese als potentielle Zukunft vorstellen kann.

Zersplittert von Teri Terry


Titel: Zersplittert
Autor: Teri Terry
Veröffentlicht:  2014
Seitenzahl: 400
Verlag: Coppenrath Verlag
Serie: Ja.
1. Gelöscht
2. Zersplittert
3. Bezwungen
Genre: Dystopie
Preis: 17,95
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Zum Cover:
Das Cover passt perfekt zu dem Cover des ersten Bandes. Ich finde es wirklich sehr schön, da es im Vergleich zu dem ersten selbstbewusster wirkt und das Gefühl vermittelt, dass Kayla reifer geworden ist und mehr hinterfragt.

Zur Geschichte:
Nachdem Kayla von ihrem Nachbarn Wayne Best angegriffen wurde, schleichen sich Erinnerungsfetzen zurück in ihr Gedächtnis. Trotzdem bleibt ihre Vergangenheit für sie im Schatten. Wer war sie? Was haben ihre Träume zu bedeuten und welche Rolle spielte sie bei der Untergrundorganisation Free UK? All diese Fragen werden durch das Herantreten Free UKs an Kayla verstärkt, und bald befindet sie sich im Kreuzfeuer zwischen den Terroristen und dem Staat ohne es zu bemerken.

Meine Meinung:

Der Beginn des Bandes setzt fast nahtlos an das Ende des vorherigen an, wodurch man sofort wieder im Geschehen steckt. Ben ist tot, von den Lordern mitgenommen, und Kayla ist nun ganz auf sich alleine gestellt, oder etwa nicht? Als ihr neuer Biologielehrer Hatten sie als "Rain" anspricht und sie sich an ihn zu erinnern schein, nimmt die ganze Geschichte wieder volle Fahrt auf und ich von Spannung nur so überhäuft worden.

Es fiel mir in diesem Teil etwas schwerer mit in Kayla hineinzuversetzen, da man sich nicht sicher sein kann, ob sie wirklich die Person ist die sie vorzugeben scheint. Dadurch wird man als Leser in eine Art Wissens-Vakuum geworfen, das sehr gut das von Kayla selbst widerspiegelt. Auch sie weiss nicht wem sie vertrauen kann oder wer sie eigentlich ist.
Dadurch dass sie nach und nach mehr Erinnerungsstücke zurückerhält, bildet sich langsam aber sicher ein verstörendes Bild, eines Mädchens, das viel durchstehen muss. Aber was ist, wenn wir diese Erinnerungen einfach falsch kombiniert haben? Als Leser wird man über das ganze Buch im Dunkeln gelassen, wer Kayla eigentlich ist. Dadurch baut sich leider keine Nähe auf, die im ersten Band noch vorhanden war, da man Mitleid mit ihr empfand wegen ihrer verlorenen Erinnerungen.
Doch diese Distanz zum Charakter und die gleichzeitig aufgebaute Spannung durch die Handlungen Kaylas, macht aus diesem Buch einen interessanten, lesenswerten zweiten Band, da man sie nicht mehr einschätzen kann.
Was mir wiederum bei Kayla gefehlt hat, ist das durch die ständige Erwähnung dreier Persönlichkeiten, die anderen Beiden nicht grossartig zum Vorschein gekommen sind. Sie ist konstant Kayla, mal ein bisschen selbstbewusster und aggressiver, mal ein bisschen unterwürfiger und gehorsamer. Aber die beiden Persönlichkeiten die angeblich auf brutalste Art und Weise getrennt wurden, waren nie aus den Gedankengängen Kaylas ersichtlich. Es wäre schön gewesen, wenn Teri Terry diesen Aspekt noch mehr hervorgehoben hätte.
Des Weiteren hat es mich gestört, dass Kayla so misstrauisch gegenüber allen Personen war, bis auf Nico. Sie war innerhalb von Sekunden bereit ihm jedes noch so kleine Detail über sich zu erzählen, während sie bei den Menschen die ihr nahe standen (wie ihre Mutter), kein Wort rausgerückt hat.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker zu lesen. Ich bin nur so über die Seiten geflogen, was nicht nur der Spannung der Geschichte, sondern auch der Leichtigkeit mit der Teri Terry ihre Gedanken rüberbringt, lag. Mir hat am Ende ein Cliffhanger in der Richtung dem des ersten Bandes gefehlt, was jedoch nicht so schlimm ist, da man dank der aufgeworfenen Fragen, sofort weiterlesen möchte.

Fazit:
Ein grandioser zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht und Lust auf mehr macht! Es scheint, als hätte Teri Terry den "Fluch des zweiten Bandes", den wir so oft in der Jugendliteratur finden, gebannt.

Dark Elements - Eiskalte Sehnsucht von Jennifer L. Armentrout


Titel: Dark Elements - Eiskalte Sehnsucht
Autor: Jennifer L. Armentrout
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 400
Verlag: Harper Collins
Serie: Ja.
1. Dark Elements - Steinerne Schwingen
2. Dark Elements - Eiskalte Sehnsucht
3. Dark Elements - Sehnsuchtsvolle Berührung
Genre: Young Adult / Fantasy
Preis: 16,90€
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Zum Cover:
Das Cover ist wunderschön! Erstens, passt es perfekt zu Band 1. Zweitens, hebt sich diesmal das "Zeichen" deutlich mehr hervor, als bei Band 1, was ich ja dort schon kritisierte.. Drittens: die Farbe! Einfach nur toll!

Zur Geschichte:
Nachdem Roth sich geopfert hat, kehrt etwas Ruhe in Laylas Leben ein. Doch die Geheimnisse der sonst so fürsorglichen, liebenswerten Gargoyle-Familie ihr gegenüber belasten sie und verstärken ihre Sehnsucht nach jemandem der sie versteht. Als sie dann noch ihre neuen Kräfte entdeckt, kapselt sie sich endgültig von ihrer Familie ab. Dann taucht völlig unerwartet Roth auf, und bevor Layla überhaupt begreifen kann, in was für einem Schlamassel die Welt steckt, bricht auch schon die Hölle aus.

Meine Meinung:
Nach dem doch relativ dramatischen Ende von Band 1, knüpft dieser Band nun nahtlos an dieses Ende an. Die Geschichte geht in den ersten Seiten etwas langsam von statten, belebt sich jedoch bald durch das Auftauchen einer gewissen Person wieder. Dann folgt alles Schlag auf Schlag. Dieser Band ist deutlich Aktion-geladener als Band 1, wenn auch durchzogen von ein paar lovey-dovey Momenten, die einem sehr bald auf den Geist gehen können, dank Laylas Unentschlossenheit. Wenn einen so etwas nicht stört, oder wenn man wie ich ist, und den einen der beiden Kerle eh nicht abkann, ist dieses Hin und Her zwar etwas unverständlich aber nicht grossartig belastend.
Leider gibt es doch Momente in denen die Geschichte einen anderen Verlauf hätte nehmen müssen, wenn man von einem logische menschlichen Grundverständnis ausgeht. Dies waren dann für mich die Momente die am unnachvollziehbarsten waren, und die mich dazu bringen wollten, das Buch in die Ecke zu werfen. Aber diese unlogischen Situationen wurden von spannenden, aufreibenden und nicht selten emotionalen Momenten vertrieben, die letztendlich die Geschichte vorangetrieben haben.

Layla verhält sich in diesem Band etwas naiv. Sie stürzt sich regelrecht in die gefährlichen Situationen, kann mit etwas mehr Haut nicht umgehen, benimmt sich zeitgleich jedoch wie ein Flittchen... Eine Szene, die mir im Kopf geblieben ist, wird wahrscheinlich jedem, der das Buch liest, komisch auffallen. (Spoiler: Schwarzer BH). In dieser Szene fand ich sieht man wie unreif Layla ist. Würde sich das durchs ganze Buch durchziehen, würde es nicht so negativ auffallen. Nur da die Gute sich im nächsten Moment wieder ganz in ihrer Flittchen Rolle wiederfindet, kommt sie etwas dämlich daher. Zu Beginn des Buches merkt man jedoch wie mitgenommen sie von den Erlebnissen der ersten ist, deshalb könnte man ihr ihre unüberlegten Handlungen verzeihen.
Zayne wiederum ist eine ganz andere Nummer. Meine Meinung zu Zayne hat sich nicht im Geringsten verändert, im Gegenteil, Ich mag ihn sogar noch weniger als im ersten Teil. Im ersten Band schien es so, als hätte er dicke, fette Tomaten auf den Augen. In diesem, sind diese Tomaten zu Melonen angewachsen. Er bekommt so ziemlich gar nichts mit und verhält sich mit seinen Anfang 20 immer noch wie ein 13-Jähriger. Als dann in diesem Band ein gewisses Geständnis gegenüber Layla getätigt wurde, war er bei mir ganz unten durch.
Roth ist, wie auch in Band 1, der tragende Charakter des Buches. Obwohl Layla die Protagonistin ist, bringt Roth durch seine lustige, vor Sarkasmus triefende Art, dazu weiterzulesen. Ich muss gestehen, ich war zu Beginn wirklich geschockt von einem Auftreten, aber im Laufe des Buches, hat er sich doch weiterentwickelt und hat sich im Gegensatz zu Layla und Zayne auch in den meisten Situationen ansatzweise Erwachsen verhalten.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker und lies mich nur so über die Seiten fliegen. Sie hat sowohl die zwischenmenschlichen Emotionen, als auch die persönlichen Zweifel sehr nachvollziehbar ausgedrückt und hat damit eine realistische Verbindung zwischen den Charakteren entstehen lassen. Auch wenn ich Layla in gewissen Situationen gerne gegen die Wand geklatscht hätte, weil sie sich wie eine 6-Jährige verhalten hat, hat Jennifer L. Armentrout es geschafft, dass ich dieses Buch nicht eine Sekunde aus der Hand legen konnte.
Diese Bücher sind so schwer zu fotografieren! Man kann sie quasi als Spiegel benutzen :D
Fazit:
Ein äusserst guter zweiter Teil einer mitreissenden, spannungs- und emotionsgeladenen Trilogie. Die Autorin versteht es, spannungsgeladene Cliffhanger an das Ende ihrer Bücher zu packen, so dass man keine Chance hat, nicht sofort weiterlesen zu wollen! Ich gebe dem Buch 1/2 Punkt abzug, da ich dass Gefühl hatte, das Liebesdreieck, sei sehr erzwungen. Wir alle wissen doch eh mit wem Layla am Ende zusammenkommt. :P

Vielen Dank an Harper Collins für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Paleo Power für Frauen von Esther Blum


Titel: Paleo Power für Frauen
Autor: Esther Blum
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 352
Verlag: Goldmann
Serie: Nein.
Genre: Ratgeber
Preis: 9,99
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Zum Inhalt:
Paleo. Überall trifft man auf Paleo. Im Fernsehen, in Zeitschriften, bei Youtube, im Internet... Doch was ist Paleo eigentlich? Worauf muss man achten, worauf basiert es und vor allem, ist es wirklich so gut für den Körper? Alle diese Fragen versucht dieses Buch zu beantworten in dem es auf die Hintergrundgedanken dieses Ernährungsstils eingeht und diese dem Laien verständlich darlegt.

Meine Meinung:
Ich war neugierig auf dieses Buch, da ich diesen Ernährungsstil schon bei vielen bekannten Fitness Bloggern angetroffen habe, die alle 100% davon überzeugt waren. Mein Ziel war es nicht abzunehmen (was jedoch ein willkommener Nebeneffekt hätte sein können), weshalb ich das Buch nicht aus diesem Sichtpunkt beurteilen werde. Mein Ziel war es mich gesünder aber vor allem bewusster zu ernähren, ohne den ganzen zugesetzten Schnick-Schnack den man im heutigen Essen oft wiederfindet.
Das Buch ist in 4 Teile unterteilt.

Im ersten Teil geht die Autorin auf die Grundlagen der Ernährungsweise ein. Jedoch wird weniger der Ablauf der gleichen erklärt, sondern die wiesos und warums die man sich zu beginn einer neuen Ernährungsweise immer mal wieder stellt. Wieso darf ich keine 100g Zucker am Tag vertilgen, muss aber Fett aufnehmen? In diesem Abschnitt wird auch ein bisschen auf die genetische Prädisposition eingegangen, was aber weniger interessant ist, wenn man nicht unbedingt abnehmen möchte.

Im zweiten Teil werden weitverbreitete Ernährungsmythen unter die Lupe genommen. Hier geht die Autorin stark auf die bösen "Toxine" ein, was meiner Meinung nach der grösste Quatsch unter den Diäten ist. Da gerade in diesem Abschnitt oft die chemische/biologische Erklärung gefehlt hat, konnte sie mich auch nicht wirklich davon überzeugen, dass meine Leber, meine Niere und mein Darm er nicht alleine schaffen meinen Körper dieser Toxine zu entledigen. (Mal ganz ehrlich, welcher arbeitstätige Mensch, hat die Zeit sich drei Mal die Woche in die Sauna zu begeben?)

Im dritten Teil finden wir die eigentliche Paleo-Diät. Ich habe selbst versucht diese 6 Wochen durchzuhalten. Es ist möglich. Mit viel Geld, viel Zeit zum einkaufen, und einem RIESIGEN Magen. Genau letzteres war mein grösstes Problem. Ich bin selbst dran schuld, nicht vorher darüber nachgedacht zu haben. Aber stellt euch einfach folgende Situation vor: Mittags esse ich eine Portion Pasta mit Carbonara Sauce und ein Stück Käsekuchen (das ist jetzt übertrieben, aber ihr wisst was ich meine). Diese Kalorien muss ich jetzt unter der Paleo-Diät mit Grünkohl, Fleisch und.. ja, das wars, irgendwie aufnehmen. Schon bei einem 1/5 der Kalorienmenge war ich so voll, dass ich keinen Bissen mehr hinunterbekommen habe. Das Problem dabei ist, dass der Körper bei einer sehr geringen Kalorienzufuhr in den Sparmodus wechselt. Ich habe gegessen und gegessen, war immer pappsatt, hatte aber nie das Gefühl ich würde übermässig energetisch sein.

Im vierten Teil finden sich (zum Teil richtig richtig leckere) Rezepte wieder. Die vielfältig sind und nicht schwer zu kochen sind. Von Smoothies, über Frühstück, Mittagessen und Snacks zum Abendessen und wieder zurück findet man hier absolut ALLES!

Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und bringt einem Laien die Grundlagen der Paleo-Ernährung deutlich näher. Leider haben mir ein paar wissenschaftliche Belege gefehlt. Was mir jedoch durch diese Ernährungsumstellung bewusst geworden ist, ist in wie vielen Lebensmitteln heutzutage Zucker enthalten ist und vor allem wie abhängig wir von diesem sind.  Ich kaufe nach diesem Buch deutlich bewusster ein, auch wenn die Verführungen gross sind, und versuche auf meinen indirekten Zuckerkonsum zu achten.

Fazit:
Obwohl mir ein paar wissenschaftliche Grundlagen gefehlt haben, hat die Autorin es geschafft diese doch sehr langweilig klingende Ernährungsweise auf eine interessant und machbare Art und Weise zu vermitteln.